Zum ersten Mal gesehen habe ich Bob Newhart wohl im Film "Natürlich blond 2", doch obwohl ich ihn damals sehr sympathisch fand, habe ich mich nicht weiter über ihn informiert und hatte ihn somit als Schauspieler nicht wirklich "auf dem Schirm". Erst viele Jahre später entdeckte ich ihn wieder im Film "Das Millionending" mit Peter Ustinov und Maggie Smith. Und erst kürzlich wurde mir dann klar, dass er nicht nur Schauspieler war, sondern auch Komiker. Er war sowohl als Stand-up-Comedian als auch mit seinen zwei eigenen Serien "The Bob Newhart Show" und "Newhart" sehr erfolgreich.
Auf YouTube bin ich nun zufällig über diesen Sketch gestolpert und habe mich gefragt, ob die Antwort des von Newhart gespielten Psychiaters an die junge Dame, die bei ihm Hilfe sucht, nicht die Antwort auf (fast) alle unsere Probleme ist. Aber urteilt selbst:
Bob Newhart verstarb vor wenigen Wochen, am 18. Juli 2024 im Alter von 94 Jahren.
Kennt ihr das, wenn ihr plötzlich ganz aus dem Häuschen seid, weil ihr erfahrt, dass ein Film existiert, für den gleich zwei eurer Lieblingsschauspieler zusammen vor der Kamera standen? Bei mir war das neulich so mit der Romantikkomödie "The Palm Beach Story" (zu deutsch "Atemlos nach Florida") von 1942.
Die Handlung von "Atemlos nach Florida" erschien mir beim groben Durchlesen einer Inhaltsangabe schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber aufgrund der mir bekannten Besetzung wollte ich dem Film trotzdem eine Chance geben.
Obwohl ich an Colberts und McCreas schauspielerischer Leistung wie immer nichts auszusetzen hatte, gefielen mir leider die von ihnen verkörperten Charaktere überhaupt nicht. Der von McCrea gespielte Tom wirkte leider nichts als unsympathisch - genau wie der Plan seiner Frau Gerry (Colbert), ihren Mann aus Liebe zu ihm zu verlassen, um einen reicheren zu heiraten (um sich in die Lage zu versetzen, den armen Tom finanziell unterstützen zu können). Trotz all der Beteuerungen ihrer guten Absicht hinter diesem Vorhaben, wollte und will mir noch immer nicht einleuchten, wie dieser Plan jemals - auf eine der Beziehung der beiden zuträglichen Art und Weise - hätte umgesetzt werden können. Da genau dieses Vorhaben aber der Kern der Handlung ist, wirkt der ganze Film reichlich merkwürdig.
Neben ein paar Lachern, die der Schwerhörigkeit des sogenannten "Wienie-Kings" sowie einigen gut geschriebenen Dialogen zu verdanken waren, möchte ich als einen durchaus sehenswerten Höhepunkt dieser Komödie die Zugszene erwähnen. Ich muss leider zugeben, dass ich zu einem sehr albernen Menschenschlag gehöre, sodass eine Jagdgesellschaft, bestehend aus einer Horde betrunkener Millionäre, die mit Pointern, Settern und Spaniels singend durch die Abteile stolpern, um eine vor ihnen geflohene Dame im Pyjama aufzustöbern, genau meinen Humor trifft. Etwas Vergleichbares ist mir jedenfalls bisher in noch keinem Film untergekommen.
Auch das Finale der Geschichte bot einen kleinen Überraschungsmoment, der es vermochte, mich noch einmal zum Schmunzeln zu bringen (aber ich will niemanden spoilern, der vorhat, sich die Romanze selbst anzusehen).
Peter Falks markantestes Markenzeichen war wohl sein Glasauge. Im Alter von drei Jahren wurde in seinem rechten Auge ein Tumor festgestellt, woraufhin dieses entfernt und durch ein künstliches Auge ersetzt wurde.
Sonstiges:
Falk war ein großer Tierfreund und Unterstützer der Organisation PETA. Am Set von Columbo durfte auf seinen Wunsch hin nur tierversuchsfreie Kosmetik verwendet werden. In der Rolle des Columbo besaß er einen Basset namens "Hund".
Auszeichnungen:
1972: Golden Globe Award (Bester Fernsehschauspieler in Columbo)
Zwischen 1961 und 1990: Fünf Emmy-Awards
1976 und 1993: Je ein Bambi (Bester Fernsehschauspieler in Columbo)
... sowie zahlreiche Nominierungen
In Budapest steht ein Denkmal von Columbo und seinem Hund "Hund".
In der Krimi-Serie "Columbo", die sich über 10 Staffeln erstreckte, gab es eine ganze Reihe von Gastauftritten berühmter Schauspieler, die in den meisten Fällen sogar den Mörder selbst verkörperten.
Hier eine kleine Liste von Namen, von denen dir garantiert einige bekannt vorkommen werden:
Martin Landau ("Ed Wood", "Kobra, übernehmen Sie")
in der Episode "Doppelter Schlag" (Er trat quasi gleich zweimal auf, da er die Zwillingsbrüder Dexter und Norman Paris verkörperte.)
Johnny Cash ("Rivalen des Todes", "Mord im falschen Bezirk")
in der Episode "Schwanengesang" (Da Cash eher als Musiker, denn als Schauspieler Bekanntheit erlangte, scheint es passend, dass er hier einen Countrysänger verkörpert.)
Jamie Lee Curtis ("Ein Fisch namens Wanda", "Die Glücksritter")
in der Episode "Todessymphonie" (in einer kleinen Nebenrolle als Kellnerin)
Hector Elizondo ("Monk", "Plötzlich Prinzessin")
in der Episode "Mord in der Botschaft" (In dieser Episode ebenfalls zu sehen ist Jeff Goldblum in einer sehr kleinen Nebenrolle als Demonstrant; er wird namentlich nicht erwähnt.)
Mein persönlicher Lieblingsfilm mit Peter Ustinov:
Das Millionending (1968), mit Maggie Smith, Bob Newhart und Karl Malden. Für das Drehbuch, an dem Ustinov selbst mitgeschrieben hat, gab es eine Oscar-Nominierung.
Besonderheiten: Ustinov war nicht nur Schauspieler, sondern auch Drehbuch-/Autor, Theaterschauspieler, Regisseur, Produzent, Humorist, Moderator. Er war sprachlich sehr talentiert und synchronisierte seine Filme teilweise selbst ins Deutsche und Französische.
Auszeichnungen:
1952: Golden Globe Award: Bester Nebendarsteller (Quo vadis?)
1958: Emmy Award: Beste Einzeldarbietung eines Darstellers – Haupt- oder Nebenrolle (Omnibus: The Life of Samuel Johnson)
1960: Grammy Award: Beste Aufnahme für Kinder (Prokofjew: Peter and the Wolf)
1961: Oscar: Bester Nebendarsteller (Spartacus)
1965: Oscar: Bester Nebendarsteller (Topkapi)
1967: Emmy Award: Herausragende Einzeldarbietung eines Hauptdarstellers (Barefoot in Athens)
1970: Emmy Award: Herausragende Einzeldarbietung eines Hauptdarstellers (A Storm in Summer)
1972: Internationale Filmfestspiele Berlin: Silberner Bär für Künstlerische Vielseitigkeit
1980: Evening Standard British Film Award: Bester Hauptdarsteller (Tod auf dem Nil)
1990: Erhebung in den britischen Adelsstand als Knight Bachelor (Anrede „Sir“) durch Queen Elizabeth II (über die er einmal gesagt hat, sie sei kleiner als man denke)
1992: British Academy Film Award: Britannia Award für das Lebenswerk
... sowie viele weitere Auszeichnungen und Nominierungen.