Was die britische Comedy-Serie "Mr. Bean" international so erfolgreich gemacht hat, ist vor allem, dass in den Sketchen kaum gesprochen wird. Englischkenntnisse sind nicht vonnöten. Rowan Atkinson erzählt die jeweilige Geschichte hauptsächlich mithilfe seiner ausgeprägten und dadurch sehr einprägsamen Mimik und Gestik.
Die Folge zum Jahreswechsel (Der Heimwerker/Do-it-Yourself Mr. Bean) ist wie viele der Folgen ein wahre Tragikomödie, denn Mr. Bean tut sich aufgrund seiner zahlreichen Eigenheiten schwer, Freunde zu finden beziehungsweise zu halten, was anhand der Figuren Rupert und Hubert sehr deutlich wird.
Egal, ob ihr allein oder mit anderen gemeinsam ins nächste Jahr startet, egal, ob mit Teddy oder ohne, egal, ob ihr durchfeiert oder durchschlaft: ICH WÜNSCHE EIN FROHES, ERFOLGREICHES UND GESEGNETES NEUES JAHR!
Weil er um sein Leben fürchtet, lädt der reiche Simon Lee (Vernon Dobtcheff) den berühmten Detektiv Hercule Poirot (David Suchet) in sein Haus ein, in dem sich für das Weihnachtfest seine ganze Familie versammelt hat. Bevor Poirot jedoch Genaueres herausfinden kann, wird der alte Mann in seinem Zimmer ermordet – hinter verschlossenen Türen allerdings. Nachdem man diese aufbricht, ist außer dem Toten niemand im Zimmer. Nicht nur deshalb ist der Fall verzwickt, sondern auch, weil es beinahe so viele Verdächtige wie Anwesende gibt.
Serie, Komödie, UK Laufzeit: 23 Episoden (je ca. 50 min) in 4 Staffeln
Originaltitel: Jeeves and Wooster
Bertie Wooster (Hugh Laurie), ein reicher junger Gentleman, der oft unfreiwilligermaßen in verfängliche Situationen gerät, findet in Jeeves (Stephen Fry) nicht nur einen neuen Butler, sondern auch einen Freund, der ihn mithilfe seiner klugen Einfälle aus jedem Dilemma zu retten vermag.
"Die kleinen Strolche" erzählt humorvolle Geschichten über die Abenteuer einer Gruppe von Kindern aus verschiedenen, aber oft ärmeren Gesellschaftsschichten, von ihren Träumen und Wünschen, ihren Streichen und Missgeschicken, von Rivalität und Freundschaft. Sie ist die erste Serie, in der Jungen und Mädchen sowie Schwarze und Weiße gleichberechtigt nebeneinander spielen durften. Zu den bekanntesten Figuren zählen Spanky (George McFarland) und Alfalfa (Carl Switzer). Weitere Kinderdarsteller waren: Darla Hood, Tommy Bond, Allen Hoskins, Matthew Beard, Jackie Cooper, Scotty Beckett ...
Der junge Tierarzt James Herriot (Christopher Timothy) tritt eine Stelle als Assistentsarzt in einer Landpraxis an. Sein neuer Chef Siegfried Farnon (Robert Hardy) ist fachlich ungeheuer kompetent, mit seinem cholerischen Charakter und seinen damit verbundenen Launen muss James jedoch erst umzugehen lernen. Auch Siegfrieds jüngerer Bruder Tristan (Peter Davison) möchte Tierarzt werden, jedoch fehlt ihm jeglicher Ehrgeiz, um die notwendige Prüfung zu bestehen.
Die Serie berichtet von den persönlichen Verwicklungen Herriots und der übrigen Charaktere, erzählt aber auch humorvoll allerlei Anekdoten über die Arbeit eines Landtierarztes.
Auch die, die Jules Vernes Roman "Reise um die Erde in 80 Tagen" nicht gelesen haben, werden zumindest die eine oder andere Verfilmung gesehen oder zumindest von ihr gehört haben. Schauen wir sie uns mal an:
Da wäre zunächst mal die Version mit David Niven in der Rolle des Phileas Fogg. Für mich persönlich immer noch die schönste Umsetzung der Romanvorlage - was an meinem Faible für alte Filme liegen mag, aber vielleicht auch an meinem Faible für David Niven.
Erschienen ist der 184-minütige Film 1956. Die Kritiken fielen positiv aus. Das Werk erhielt fünf Oscars, unter anderem in der Kategorie "Bester Film".
1989 folgte eine weitere Verfilmung, diesmal in Form einer dreiteiligen Fernseh-Miniserie mit einer Laufzeit von insgesamt ca. viereinhalb Stunden. In der Hauptrolle ist Pierce Brosnan, in weiteren Rollen sind Eric Idle und Julia Nickson-Soul zu bewundern.
In meinen Augen ist diese Verfilmung eine der schlechteren. Brosnans schauspielierische Leistung lässt zu wünschen übrig und obwohl der Mehrteiler nicht als Komödie angelegt ist, schwingt unterschwellig immer etwas unfreiwillige Komik mit. Beim ersten Anschauen konnte ich dieser Version rein gar nichts Unterhaltsames abgewinnen. Beim zweiten Anschauen ein paar Jahre später (ich kann mich nicht erinnern, wie es dazu kam) fielen mir immerhin einige bekannte Gesichter auf, die ich zuvor völlig übersehen hatte (und über deren Entdeckung ich mich nun sehr amüsierte), zum Beispiel Peter Ustinov in der Figur des Detective Fix. Außerdem haben unter anderem Robert Morley, Lee Remick, Roddy McDowall, Patrick Macnee, Jack Klugman und Robert Wagner Nebenrollen übernommen.
Kommen wir zur wohl albernsten Verfilmung des Stoffs von 2004 mit Jackie Chan in der Rolle des Passepartout. Man muss zur Verteidigung der Macher des Werks hervorbringen, dass die Komik in diesem Fall absolut bezweckt war. So hielt sich das Drehbuch auch nur lose an die Romanvorlage und neben Chan gaben Steve Coogan, Cécile de France, Ewen Bremner, Kathy Bates, Arnold Schwarzenegger, die Wilson-Brüder Owen und Luke sowie weitere bekannte Darsteller ihr Bestes, dieses Werk so überspitzt und unglaubwürdig wie möglich zu gestalten. Die Kritiken fielen wenig euphorisch aus. Arnold Schwarzenegger erhielt eine Nominierung als schlechtester Nebendarsteller für die Goldene Himbeere. Für Jackie-Chan-Fans und Liebhaber von actionreichen Komödien trotzdem sehr zu empfehlen.
Eigentlich nicht passend in dieser Aufzählung, da es sich nicht um einen Spielfilm, sondern um eine Dokumentationsreihe handelt, ist die 7-teilige Fernsehreiseserie "Michael Palin - In 80 Tagen um die Welt". 1988 stellte der Komiker und Schauspieler Palin ("Monty Python") sich der Herausforderung, die Welt in 80 Tagen zu umrunden, wobei nur Fortbewegungsmittel auf dem Land oder dem Wasser erlaubt waren - ein Flugzeug durfte er ausdrücklich nicht benutzen.
Außerdem ...
... gibt es mittlerweile eine weitere Verfilmung in Form einer TV-Serie, die ich persönlich noch nicht gesehen habe. Bis jetzt hat es mich einfach noch nicht gereizt, reinzuschauen, aber vielleicht werde ich es irgendwann mal tun. In 80 Tagen oder so ...
In der Krimi-Serie "Columbo", die sich über 10 Staffeln erstreckte, gab es eine ganze Reihe von Gastauftritten berühmter Schauspieler, die in den meisten Fällen sogar den Mörder selbst verkörperten.
Hier eine kleine Liste von Namen, von denen dir garantiert einige bekannt vorkommen werden:
Martin Landau ("Ed Wood", "Kobra, übernehmen Sie")
in der Episode "Doppelter Schlag" (Er trat quasi gleich zweimal auf, da er die Zwillingsbrüder Dexter und Norman Paris verkörperte.)
Johnny Cash ("Rivalen des Todes", "Mord im falschen Bezirk")
in der Episode "Schwanengesang" (Da Cash eher als Musiker, denn als Schauspieler Bekanntheit erlangte, scheint es passend, dass er hier einen Countrysänger verkörpert.)
Jamie Lee Curtis ("Ein Fisch namens Wanda", "Die Glücksritter")
in der Episode "Todessymphonie" (in einer kleinen Nebenrolle als Kellnerin)
Hector Elizondo ("Monk", "Plötzlich Prinzessin")
in der Episode "Mord in der Botschaft" (In dieser Episode ebenfalls zu sehen ist Jeff Goldblum in einer sehr kleinen Nebenrolle als Demonstrant; er wird namentlich nicht erwähnt.)
Kennst du das auch, wenn du plötzlich Filme oder Serien
wiederentdeckst, die du als Kind mal geschaut und längst vergessen hattest? Bei mir war das neulich so mit „Unsichtbar (Out of sight)“,
einer 27-teiligen britischen Serie, die in den Jahren 1996-1998 produziert
wurde und die damals auf KiKA lief.
Es geht um den 12-jährigen Joe Lucas, ein Wissenschaftsgenie,
der eine Formel für ein Spray entwickelt, mit dem er sich (und auch
Gegenstände) unsichtbar machen kann. Mithilfe dieses Sprays rettet er sich,
seinen Kumpel Ali oder andere Leute oft aus heiklen Situationen. Joe führt
außerdem weitere wissenschaftliche Experimente durch. Zum Beispiel versucht er
ein Haarwuchsmittel für seinen glatzköpfigen Vater zu entwickeln oder
herauszufinden, wie er den Stromverbrauch in seinem Labor, dem Gartenhäuschen,
senken kann – einmal legt er dabei den Strom in der ganzen Stadt lahm.
Als ich nach langer Zeit wieder in die Serie hineinschaute, wurde mir klar, dass ich die Handlungen der einzelnen Episoden überhaupt nicht
mehr im Gedächtnis hatte – keine einzige Szene kam mir bekannt vor. Ich konnte
mich lediglich sehr vage des unsichtbar machenden Sprays entsinnen. Außerdem
hatte ich Joe ein wenig älter in Erinnerung. Was nicht verwundert in Anbetracht der Tatsache, dass ich zur Zeit der Ausstrahlung gerade einmal halb so alt war wie er.
An welche
Serien aus deiner Kindheit kannst du dich erinnern?
Was die Krimi-Serie „Columbo“ von anderen unterscheidet, ist
vor allem, dass es hier nicht darum geht, den Bösewicht zu
identifizieren, denn diesen lernt man als Zuschauer in fast allen Episoden
bereits während der ersten paar Minuten kennen. Nein, offensichtlich wollte man mit den Geschichten rund um den Inspektor von der Mordkommission des Los Angeles Police Departments etwas Neues wagen. Columbos Mörder sind keine Kneipenschläger, sondern hochangesehene Leute, darunter Schauspieler, Künstler, Musiker, Schachweltmeister und Geschäftsleute. Nicht selten sind sie klug und gebildet, wissen ihre Gräueltat gut zu tarnen und ihre Mitmenschen mit Charme und Schmeicheleien um den Finger zu wickeln. Für den Inspektor gilt es, die Augen weit offenzuhalten, um den einen winzig kleinen Fehler des Täters zu entdecken, mit Hilfe dessen er ihn (oder sie) überführen kann. Oft ist er gezwungen, die verdächtigen Personen so lange mit ungebetenen Besuchen und neugierigen Fragen zu ihrer jeweiligen Profession zu nerven, bis ihnen der Kragen platzt und ihr wahres Gesicht zum Vorschein kommt. Columbo ist geradezu berühmt dafür, dass er, nachdem er sich bereits von seinem Gesprächspartner verabschiedet hat, noch einmal mit gequält nachdenklicher Miene zurückkommt und sagt: "Oh, Verzeihung, ich hätte da (doch) noch eine Frage!"
Auf diejenigen, die auf das klassische „Wer-ist-der-Mörder?“-Konzept abfahren, bei dem einem mindestens zwei, meist sogar mehr potenzielle Täter präsentiert werden, mag die Serie vielleicht langweilig, wenn nicht sogar enttäuschend wirken, Columbo-Fans hingegen lieben ihn für seinen Scharfsinn, und, ja, auch für seinen schäbigen
Trenchcoat, die ungekämmten Haare, die Zigarre, den kaum noch funktionstüchtigen Peugeot und seinen Hund „Hund“.
Obwohl ich wohl mittlerweile alle Episoden kennen sollte (außer ein paar aus den neueren Staffeln, die ich nicht sonderlich leiden mag), schaue ich mir immer mal wieder gern einzelne von ihnen an. Da ich ein humorvoller Mensch bin, bleiben mir dabei die lustigen
Szenen meist länger im Gedächtnis als die, die tatsächlich mit den Mordfällen
zu tun haben. Eine dieser Szenen stammt zum Beispiel aus der Folge „Momentaufnahme für die Ewigkeit“ (Staffel 4 Folge 2), in der ein Fotograf seine Frau ermordet
und dann versucht, einen ehemaligen Häftling als schuldig hinzustellen.
Columbo, der mit seinen Mördern stets respektvoll umgeht, ja,
ihnen manchmal sogar vor lauter kindlich staunender Bewunderung regelrecht in den Arsch kriecht – wobei ich mir nicht
sicher bin, ob das echt ist oder bloß Teil seiner Strategie –, besucht den
verdächtigen Fotografen, um ihm ein paar Fragen zu stellen. Als er sich später wieder verabschieden will, entsteht folgender Dialog:
Columbo: „Ich
werde Ihre Zeit nicht länger beanspruchen. Mal sehen: was sagt denn meine Uhr?
Wo hab ich sie denn? Ah, hier. Oh ja, ich muss mich beeilen. Ich muss mit
meinem Hund zum Tierarzt.“
Fotograf: „Oh, ist
er … krank?“
Columbo: „Nein,
Sir, er ist verliebt … Er war
verliebt. In einen Cockerspaniel von nebenan … Aber die Familie ist umgezogen.
Und nun will der Hund nichts mehr essen, nicht schlafen, er liegt nur noch
herum … Ich kann das nicht sehen.“
Fotograf: „Ich hab
nie ein Haustier besessen. Ich kann Ihnen keinen Rat geben, Inspektor.“
Columbo: „Hm, zu
schade! … Naja … (will gehen, dreht sich aber
noch einmal um und kommt zurück) Oh, äh … Sie haben nicht zufällig ein Foto
von einem Cockerspaniel rumliegen, oder?“
Fotograf: (etwas perplex:) „Ein Foto …?“
Columbo: „Sehen
Sie, ich meine, vielleicht könnte ich dann das Foto irgendwo aufhängen. Das könnte
er sich dann ansehen. So wie ’n Pin-up-Girl.“
Fotograf: „Äh, nein.
Wirklich nicht.“
Columbo: „Nein … (winkt ab) Ist ja auch eine schreckliche
Idee! Ich meine, ein Hund ist dumm – aber das
würde er merken. Er wüsste bestimmt, dass sie es nicht ist. (lacht) Vergessen Sie, was ich gesagt
hab!“