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Freitag, 2. Januar 2026

Snowdogs – Acht Helden auf vier Pfoten (2002)

Komödie, USA
Laufzeit: 1 h 42 min
Originaltitel: Snow Dogs

Als der im sonnigen Miami lebende Zahnarzt Dr. Ted Brooks (Cuba Gooding Jr.) von einem Notar über eine Erbschaft im verschneiten Tolketna informiert wird, glaubt er an eine Verwechslung. Doch dann eröffnet ihm seine Mutter (Nichelle Nichols), dass er adoptiert ist. Er reist nach Alaska, um sein Erbe, bestehend aus einer Blockhütte und einem Rudel Schlittenhunden, zu verkaufen. Die hübsche Barkeeperin Barb (Joanna Bacalso) will ihm helfen, sich mit den rauen Sitten Alaskas und mit den Tieren vertraut zu machen. Schließlich verrät sie ihm auch, wer sein leiblicher Vater ist. Doch der ist leider überhaupt nicht so, wie er ihn sich vorgestellt hat.

mit James Coburn, Sisqó, M. Emmet Walsh, Graham Greene, Brian Doyle-Murray, ...


Trailer (Deutsch):

Freitag, 16. Mai 2025

Alaska - Die Spur des Polarbären (1996)

Abenteuerfilm/Familienfilm, USA
Laufzeit: 1 h 55 min
Originaltitel: Alaska

Nach dem Tod ihrer Mutter leben Sean (Vincent Kartheiser) und Jessie (Thora Birch) mit ihrem Vater Jake (Dirk Benedict) in einem Dorf in Alaska, wo dieser als Pilot arbeitet und mit einem kleinen Flugzeug Fracht befördert. Die Lebensumstellung fällt Sean schwer, zumal er keine gute Beziehung zu seinem Vater hat. Jessie hingegen liebt die Natur und hat bereits Freunde gewonnen. 
Eines Abends fliegt Jake während eines Einsatzes direkt in eine Gewitterfront. Die beiden Geschwister hören über Funk mit an, wie er die Kontrolle über sein Flugzeug verliert. Dann bricht der Kontakt ab.
Die organisierten Rettungstrupps finden keine Spur von ihm und man geht davon aus, dass er tot ist. Jessie und Sean wollen ihren Vater aber nicht aufgeben und begeben sich selbst auf die Suche nach ihm. Es beginnt eine abenteuerliche Reise, auf der sie einen jungen Eisbären aus den Fängen zweier Wilderer (Charlton Heston, Duncan Fraser) retten, Schneehänge hinabrutschen, durch gefährliche Gewässer paddeln und schließlich auf den Berg steigen, auf dem sie ihren verunglückten Vater vermuten.
Regie führte Fraser Clarke Heston (Sohn von Charlton Heston)


Trailer (Englisch):

Freitag, 28. März 2025

Der Doktor und das liebe Vieh (1978-1990)

TV-Serie (7 Staffeln), Drama/Komödie, UK 
Originaltitel: All Creatures Great and Small
(Nach Erzählungen von James Herriot)

Der junge Tierarzt James Herriot (Christopher Timothy) tritt eine Stelle als Assistentsarzt in einer Landpraxis an. Sein neuer Chef Siegfried Farnon (Robert Hardy) ist fachlich ungeheuer kompetent, mit seinem cholerischen Charakter und seinen damit verbundenen Launen muss James jedoch erst umzugehen lernen. Auch Siegfrieds jüngerer Bruder Tristan (Peter Davison) möchte Tierarzt werden, jedoch fehlt ihm jeglicher Ehrgeiz, um die notwendige Prüfung zu bestehen.
Die Serie berichtet von den persönlichen Verwicklungen Herriots und der übrigen Charaktere, erzählt aber auch humorvoll allerlei Anekdoten über die Arbeit eines Landtierarztes. 


Trailer (Englisch):

TV-Vorschau (Deutsch):

Staffel 1, Folge 1 (Deutsch):

Freitag, 6. Dezember 2024

Dokumentarfilm/Komödie: Die lustige Welt der Tiere (1974)

Originaltitel:
Animals Are Beautiful People

Produktionsland:
Südafrika

Regie:

Jamie Uys


Handlung:

Der Dokumentarfilm gibt auf humorvolle und nie zuvor dagewesene Art Einblicke in die Fauna Afrikas. Wie der Originaltitel schon verrät, werden die Tiere in diesem Werk maßlos vermenschlicht, was den Betrachter aber keinesfalls stören muss, da der Film, wie wiederum der deutsche Titel verrät, in erster Linie eine Komödie ist.


(Fun) Facts:

  • Die Dreharbeiten dauerten dreieinhalb Jahre.
  • Bob Hope bot sich für die Rolle des Erzählers an, aber Regisseur Jamie Uys lehnte jegliche Beteiligung von bekannten Persönlichkeiten ab. Er wollte, dass die Tiere die Stars im Film sind und dass sie nicht durch einen bekannten Erzähler in den Schatten gestellt werden.
  • Sechs Jahre später erschien Jamie Uys' Film "Die Götter müssen verrückt sein".

Ein Ausschnitt:


Film googeln >>>

YouTube-Suche >>>

Freitag, 20. Januar 2023

Abenteuerfilm: Hatari! (1962)

Produktionsland:
USA

Darsteller:

Handlung:
Die Aufgabe der bunt zusammengewürfelten Truppe um Sean Mercer ist es, wilde Tiere für Zoos in aller Welt einzufangen. Als eine hübsche Fotografin zu ihnen stößt, um ihre nicht immer ungefährliche Arbeit zu dokumentieren, erzeugt das Chaos - nicht nur, weil sie keine Ahnung vom Leben in der afrikanischen Savanne hat, sondern auch, weil sie Sean den Kopf verdreht.

(Fun) Facts:
  • Clark Gable sollte ursprünglich Teil der Besetzung werden, verlangte aber zu viel Gage. Paramount entschied sich gegen ihn. Gable starb zwölf Tage, bevor die Dreharbeiten zu "Hatari!" begannen.
  • Laut Regisseur Howard Hawks übernahmen die Darsteller das Einfangen der wilden Tiere selbst, anstatt sich von Stuntmen oder echten Tierfängern doubeln zu lassen. Wie im Film gezeigt entwischte das Nashorn beim ersten Versuch und musste später erneut gefangen werden.
  • Beim Ringen mit den wilden Tieren fluchte John Wayne so viel, dass mehrere Szenen später neu synchronisiert werden mussten.
  • Das bekannte Musikstück "Baby Elephant Walk" wurde von Henry Mancini speziell für diesen Film geschrieben.
  • Anders als in vielen anderen in Afrika spielenden Filmen, kommen in "Hatari!" so gut wie keine Löwen vor.
  • Da die meisten Tiere sich weigerten, während der Dreharbeiten auf Befehl Geräusche von sich zu geben, wurden für den Film Tierimitatoren beschäftigt.
  • Hardy Krüger war so beeindruckt von der Schönheit des Landes, dass er die Filmkulisse (Momella Farm bzw. Hatari Lodge) anschließend kaufte.

Anmerkung:
Heutzutage könnte man einen Film mit dieser Thematik aus tierschutztechnischen Gründen nicht mehr drehen. Früher galt es jedoch als völlig normal, Tiere auf die gezeigte Art und Weise einzufangen und in alle Welt zu verschiffen, um Zoos zu "bestücken".

Meine Meinung:
Aufgrund der sympathischen Besetzung, der schönen Landschaftsaufnahmen und der spannenden Fangaktionen ein filmischer Leckerbissen für alle Afrika- und Natur-Freunde.

Die Einstiegsszene des Films (englisch):

Freitag, 21. Oktober 2022

Krimikomödie: Alles für die Katz (1965)

Originaltitel:

That Darn Cat!


Produktionsland:

USA


Darsteller:

Hayley Mills, Dean Jones, Dorothy Provine, Roddy McDowall, Ed Wynn


Handlung:

Während ihre Eltern im Urlaub sind, hütet Patti zusammen mit ihrer älteren Schwester Ingrid das Haus. Sie erfährt, dass sich in ihrer Nähe ein Bankraub mit Entführung ereignet hat. Als ihr geliebter Kater kurz darauf heimkommt und anstelle seines Halsbandes eine Armbanduhr trägt, läuten ihre Alarmglocken, denn jemand scheint einen Hilferuf in die Uhr geritzt zu haben. Patti ist der festen Überzeugung, dass es die als Geisel genommene Bankangestellte gewesen sein muss und wendet sich ans FBI. Agent Kelso übernimmt den Fall und stößt auf Schwierigkeiten. Sein einziger Zeuge ist ein Kater - und der verrät nicht gerade freiwillig, wo die Entführte festgehalten wird.


Anmerkungen:

  • Der Film beruht auf der Novelle "Undercover Cat" aus der Feder des Autorenduos "The Gordons" (Gordon Gordon & Mildred Gordon). Das Ehepaar wirkte auch am Drehbuch mit.
  • Es gibt ein Remake von 1997 mit Christina Ricci und Doug E. Doug.


Fun-Facts:

  • Der vierbeinige Hauptcharakter wurde von mehreren Siamkatzen verkörpert. Ab den 70er Jahren verpassten viele Züchter der Rasse schlankere Züge. Aber auch der im Film zu sehene kräftigere Typus der Siam existiert nach wie vor - heute allerdings unter dem Namen "Thaikatze".
  • Walt Disneys eigener Mercedes ist im Film zu sehen, da er ihn für die Dreharbeiten an Disney vermietete. Er wird gefahren von Gregory Benson (Roddy McDowall).
  • Nur ein Jahr nach "Alles für die Katz" erschien mit "Geliebter Haustyrann" eine weitere tierische Komödie - ebenfalls mit Dean Jones in einer der Hauptrollen.
Trailer (Englisch):

Freitag, 19. August 2022

Komödie: Geliebter Haustyrann (1966)

Originaltitel:
The Ugly Dachshund

Produktionsland:
USA

Hauptdarsteller:

Handlung:
Die Dachshunddame der Garrisons bekommt Nachwuchs. Als Mark den Schoßhund samt ihren Jungen vom Tierarzt abholt, schwatzt der ihm zusätzlich einen verstoßenen Welpen seiner eigenen Hündin auf. Zunächst bemerkt seine Frau Fran nicht, dass es sich bei dem vierten Neugeborenen um eine junge Dogge handelt. Schon bald aber wächst der vermeintliche Dackelrüde über sich hinaus und richtet eine Menge Chaos an.

Eine Szene:

Freitag, 6. März 2020

Der Bär (welcher auch immer)

Schon der Titel dieses französischen Werkes von 1988 mutet seltsam an, da nämlich nicht nur einer, sondern gleich zwei Bären im Film vorkommen, um die sich die Geschichte rankt. Und so kommt unweigerlich die Frage auf: Welcher der beiden ist mit „Der Bär“ denn nun gemeint? Der kleine oder der große Bär?

Eine Inhaltsangabe:
Die Geschichte an sich beginnt traurig. Beim Ausrauben eines Bienennestes wird die Mutter des kleinen Bären von einem sich lösenden Felsbrocken erschlagen, was den kleinen Bären zu mitleiderregendem Weinen veranlasst. Ja, es klingt wirklich so, als hätte man die eigentliche Tonspur zusätzlich mit einem leisen Kinderwimmern unterlegt – mit einem sehr menschlichen Kinderwimmern. Dazu noch theatralische Musik, die das Ganze untermauert. Offensichtlich will man uns zum Heulen bringen. Doch ich kann mich beherrschen.

Nach der ersten Viertelstunde Spielzeit taucht erstmalig der große Bär auf – und dann ein Eichhörnchen, das ihm aus Versehen einen Tannenzapfen auf den Kopf fallen lässt. Verständlicherweise möchte es ungern aus Rache von ihm verspeist werden. Es huscht ängstlich durch den Baum und gibt dabei sehr eindeutige Meerschweinchengeräusche von sich. Ja, wirklich – Meerschweinchengeräusche! Das finde ich ziemlich verstörend. Aber auch äußerst lustig. Wahrscheinlich wussten die Männer vom Ton nicht, was ein Eichhörnchen so für Geräusche macht. Da dachten sie sich: „Egal! Alle Tiere, die auf „-nchen“ enden, werden schon irgendwie ähnlich klingen!“

Um dem Film etwas Spannung beizumischen, befand man es für nötig, zwei Jäger auftauchen zu lassen. Nennen wir sie der Einfachheit halber „Opa-Jäger“ und „Schnösel-Jäger“. Die beiden entdecken den großen Bären, genauer gesagt: den großen Baum, an dem dieser sich genüsslich schubbert und der dabei ordentlich ins Wanken und Schwanken gerät – was aus der Ferne gut zu sehen ist. Andere Jäger orientieren sich an Fußspuren oder umgeknickten Grashalmen, diese hier an wackelnden Bäumen. Herrlich!
Nur wenige Augenblicke später erschießt der Schnösel-Jäger den großen Bären … Ach, nein, Moment! Er schießt ihn bloß an. Sonst wäre der Film ja auch irgendwie vorbei. Obwohl: Es gibt schließlich noch einen zweiten Bären und dann wäre auch wenigstens mal klar, welcher der beiden mit „Der Bär“ gemeint wäre, nämlich der noch lebende. Wie auch immer. Der große verwundete Bär rächt sich an den Jägern, indem er ihr Lager zerstört – und Opa-Jägers Pferd. Was traurig ist, weil das Pferd nun wirklich nichts dafür kann. Opa-Jäger ist sauer und schwört dem Bären, ihn zu töten.

In den darauffolgenden Minuten hinkt der große Bär durch die Gegend (wobei ich mich ununterbrochen frage, wie man einen Bären trainingstechnisch dazu bringt, so etwas zu tun?) und kühlt seine Wunden in Pfützen. Der kleine Bär – wer weiß schon, wo er zwischenzeitlich gesteckt hat? – spürt ihn auf und will mit ihm ziehen. Der arme leidende große Bär will kein zusätzliches Anhängsel und knurrt ihn böse an. Der kleine Bär will sich aber nicht abschütteln lassen. Elendige Bratze! Schließlich beginnt er, dem großen Bären die Schusswunde zu lecken – ob es ihm gelingt, auch die Kugel zu entfernen, verrät man uns nicht. Dem großen Bären jedenfalls gefällt’s. Er erwidert das Geschlabber. Geigen. Orchester. Hoffnung. Der kleine Bär ist nicht mehr allein. Der große auch nicht. Juhu! Die ersten dreißig Minuten des anderthalbstündigen Films hätten wir geschafft.

Die Bären gehen Fische fangen, dann jagen sie einen Hirsch. Beim letzteren robben sie bäuchlings näher an ihn heran. Ich bezweifle, dass Bären das in der Realität tatsächlich so machen – aber man belehre mich gern eines besseren, wenn man sich auskennt. Schließlich erlegen die beiden ihre Beute, wobei ich denke, der große Bär hat dabei den Bärenanteil (ha, ha!) erledigt. Genau kann ich es nicht sagen. Denn die Szene des Erlegens findet hinter einem Busch statt, weil’s ansonsten für den Zuschauer wohl zu brutal anzuschauen wär. Ja, oder weil man es filmisch schlecht umsetzen konnte, dass der große Bär dem Hirsch tatsächlich an die Kehle springt. Zumindest hätte man in diesem Fall auf die abschließende Bemerkung verzichten müssen: „Während der Dreharbeiten zu diesem Film sind keine Tiere zu Schaden gekommen.“
Es wird gefressen, dann geschlafen. Der kleine Bär hat einen Alptraum. Die hat er oft.

Wie sie so durch die Landschaft streifen, treffen die ungleichen Bärenkumpels eine Bärenlady. Der große Bär fällt erstmal ein paar Bäume, um sie zu beeindrucken. Der kleine Bär, der ihm alles nachmacht, ohne nachzudenken, rackert sich an einer kleinen Tanne ab. Oder ist es ’ne Fichte? Jedenfalls ohne Erfolg.
Die Bärenlady ist hin und weg – vom Großbären, nicht vom Kleinbären – und dann passiert, was eben passiert zwischen Männlein und Weiblein. Der kleine Bär guckt heimlich zu, scheint aber nichts von alledem zu verstehen. Er wirkt schnell gelangweilt, schläft beinahe ein, geht dann weg, um nach Zerstreuung zu suchen, findet Pilze – die falschen Pilze – und nimmt ein paar Bissen. Kennen Sie „Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“, den zweiten Teil von „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“, wo Bridget in Thailand diese halluzinogenen Pilze isst? So in etwa muss man sich das hier auch vorstellen.

Nach einem gemeinsamen wilden Tag und einer darauffolgenden gemeinsamen ruhigen Nacht, haut der große Bär ab, während Ladybär noch schläft. Schuft! Wenigstens sein kleiner Bärenkumpel (der seinen Rausch inzwischen ausgeschlafen hat) bemerkt, wie er sich davon stiehlt und folgt ihm.
Opa-Jäger hatte Schnösel-Jäger in der Zwischenzeit allein gelassen, um Verstärkung zu holen. Nu is er wieder da: Inklusive drittem Mann und einer Meute Hunde. Darunter ein Lieblingshund. Woran man erkennt, dass es sich um einen Lieblingshund handelt? Erstens ist er als einziger Hund blond und wuschelig, anstatt dobermannartig. Zweitens wird er bei ihrer Ankunft erstmal innig vom Schnösel-Jäger geknuddelt. Man ahnt schon jetzt Böses.

Die Jäger machen sich auf die Jagd. Kein Mensch weiß, warum die eine Hälfte der Hunde angeleint ist, die andere hingegen nicht. Zumindest scheinen sie Fährte aufzunehmen, denn sie kommen den Bären näher. Aber auch Bären haben bekanntermaßen Nase und Ohren. Sie riechen und hören die Hunde von weitem, machen sich aus dem Staub, klettern in die Berge.
Verfolgungsjagd! Hunde kommen bedrohlich nahe. Kleinbär versteckt sich in einer Höhle. Großbär schlägt zu. Hunde fliegen durch die Luft. Großbär haut ab. Die restlichen Hunde hinterher. Jäger finden Lieblingshund verletzt in Spalte. (Hat man leider kommen sehen.) Opa-Jäger erschießt ihn. Schnösel-Jäger weint. Kleinbär wagt sich aus Höhle. Zu früh. Jäger entdecken und fangen ihn. Lebende Trophäe und so.

Zurück im Lager wird der kleine Bär von den Jägern geärgert. Bestimmt deshalb, weil er so klein und weniger deshalb, weil er ein Bär ist. Jedenfalls bezweifle ich, dass sie es mit dem großen Bären genauso gemacht hätten. Und sie scheinen nichts Besseres zu tun zu haben. Der Schnösel-Jäger versucht gar, ihm sprechen beizubringen. Opa-Jäger lacht. Beide scheinen den Tod ihres Lieblingshundes gut weggesteckt zu haben.
Man hört ein lauter werdendes Bellen und weiß: Die restlichen Hunde kehren heim ins Lager. Während die Jäger aufstehen und rufen, um es ihnen leichter zu machen, rettet sich der kleine Bär erstmal auf einen Baum, weil die Hunde (teilweise schwer verwundet) immer noch genug Kraft haben, ihn ordentlich zu verbellen.

Beim späteren Versuch des Kleinen, sich von seiner Fessel zu befreien, ertönen wieder sehr menschliche Geräusche – ein angestrengtes und ein bisschen verärgertes Kinderkeuchen. „Mensch, dieses doofe Seil muss doch abgehen!“
Ab geht das Seil leider nicht. Aber durchknabbern kann er es während der Nacht. Am nächsten Morgen finden die Jäger ihn schlafend zwischen toten Bärenfellen und finden das sehr amüsant. Sie ärgern ihn – mal wieder! –, indem sie ihm Essen vor die Nase halten und es ihm dann wieder wegnehmen.
Der große Bär ist währenddessen immer in der Nähe und beobachtet das Geschehen. Man weiß: Er will seinen Kumpel wiederhaben und wartet nur auf den richtigen Moment.

Die Jäger, die immer noch scharf auf den großen Bären sind, teilen sich auf, um ihn zu finden. Der Kleine wird im Lager zurückgelassen, zusammen mit einem verletzten Hund, der zunächst friedlich schläft. Doch der kleine Bär macht einen solchen Krach beim Ausrauben der Konserven, dass er die Aufmerksamkeit des armen Hundes erregt. Er springt auf und jagt ihn durchs Lager, ist zum Glück aber angeleint, sodass sich seine Leine mal hier und mal dort um die Bäume legt und er schließlich … nicht weiterkommt. Kleinbär nutzt die Situation aus, indem er sich direkt vor ihn setzt und ihn ärgert. Kleine Bratze!

Der Schnösel-Jäger sollte eigentlich auf seinem vorgesehenen Posten bleiben, hat dann aber schrecklichen Durst und sucht eine Bergquelle, um sich zu erfrischen. Da kommt rein zufällig – oder auch mit voller Absicht – der große Bär um die Ecke. Er macht ordentlich Stunk, scharrt ihm Dreck zu und brüllt ihn zusammen, dass die Sabber fliegt. Der Schnösel-Jäger macht sich klein und winselt um Gnade. Fliehen kann er nicht, da sich neben ihm ein Abgrund befindet. Der Bär zieht sein Ding ab und wird schließlich ruhiger. Man hört ihn förmlich denken: „Ach, komm, lass ich den Feigling eben leben!“ Dann geht er.

Der Schnösel-Jäger – immer noch aufs Abknallen programmiert – läuft und holt sein Gewehr, visiert an, kann dann aber nicht schießen. Auch den Opa-Jäger, der dazukommt, hält er davon ab, abzudrücken, indem er den Lauf seiner Flinte packt und ihm einen mitleiderregenden „Ja-ich-weiß-ich-bin-nicht-der-mannhafte-Jägerkollege-den-du-dir-immer-gewünscht-hast-Blick“ zuwirft.
Schließlich und schlussendlich packen die Jäger ihre restlichen Hunde zusammen und lassen den kleinen Bären gehen. Checken tut er es nicht und folgt ihnen. Der Schnösel-Jäger jagt ihn davon und dann weiß man: Freiheit! Jetzt ist alles gut!

Nichts ist gut. Neue Szene – neues Pech. Ein blutrünstiger Puma taucht auf und will dem Kleinen an den Kragen. Beim Weglaufen wieder so komisch menschliche Geräusche. Dann der Nahkampf: kleiner Bär gegen Puma. Der Kleine brüllt so laut er kann, was ziemlich albern klingt, weil er eben noch ein Baby ist. Trotzdem – man glaubt es kaum – verschwindet der Puma. Doch bevor der Kleinbär es sich selbst zuschreiben kann, bemerkt er, dass der Großbär hinter ihm steht. Dieser leckt ihn sauber. Und dann auch umgedreht. Musik und so. Wie gehabt. Die beiden sind wieder vereint. Jetzt ist wirklich alles gut. Jetzt latschen sie wieder zu zweit durch die Gegend. Schneeflocken. Wintereinbruch. Höhlensuche. Höhle gefunden. Immer hinein da. Winterschlaf. Mehr Musik. Alles friedlich und so. ENDE. Abspann. Lache immer noch über das Eichmeerschweinhörnchen.
PS: Und weiß auch im Nachhinein noch nicht, welcher Bär denn nun eigentlich „Der Bär“ ist.

Nachtrag: Inzwischen weiß ich immerhin, dass Eichhörnchen wirklich sehr meerschweinchenähnliche Geräusche produzieren können. Wer hätte das gedacht?

Dienstag, 30. Januar 2018

Aha-Erlebnis: Jura-Park

Es fällt einem ja nicht immer gleich alles auf. Zum Beispiel, dass das Lachgummi eine humorvolle Anspielung auf das Weingummi ist. Oder dass der Januar bereits durch die Veränderung eines einzigen Buchstabens zum Jaguar wird. Oder dass das Wort Jurassic aus "Jurassic Park" vom geologischen Jura/jurassisch kommt. Wörtlich übersetzt müsste der Film im Deutschen also "Jurassischer Park" oder "Jura-Park" heißen. Nun ja, man lernt ja immer wieder gern dazu.

Dienstag, 20. Juni 2017

Tom und Jerry für Abgehärtete

Vor ein paar Jahren habe ich zufällig die Titelmusik zu „Der Geist und die Dunkelheit“ entdeckt und mochte sie sehr. Nun habe ich mir endlich auch den Film angesehen. Er erzählt die wahre Geschichte der Menschenfresser von Tsavo, zweier Löwen, die im Jahre 1898 innerhalb kürzester Zeit eine ganze Reihe von Bahnarbeitern erlegt und verspeist haben.
Ich finde ja, die Geschichte hat etwas von „Tom und Jerry“ – nur, dass die Löwen in puncto Intelligenz weniger dem Kater, denn der Maus ähneln. Egal, was man unternimmt, um sie zu fangen und zu töten, sie sind immer wieder schlau genug, ihren Jägern zu entkommen. Im Umkehrschluss will ihren Opfern das Entwischen nie glücken. Gefühlt wird, zumindest zu Beginn, alle fünf Minuten jemand aufgefressen. Aber abgesehen von der Übertreibung hier und da (die bedauerlicherweise bei fast jeder Nach-wahren-Begebenheiten-Story Anwendung findet, obwohl das meiner Meinung nach mitnichten notwendig ist), fand ich den Film ganz in Ordnung. Ja, ich mochte ihn sogar recht gern. Und zwar ziemlich genau so lange, bis Michael Douglas in Gestalt eines Großwildjägers auf der Bildfläche erschien. Was mich störte, war nicht nur die Arroganz der Figur, sondern auch die Tatsache, dass man sich hier ganz und gar nicht an die Wahrheit gehalten hat: In Wirklichkeit gab es diesen Großwildjäger nämlich gar nicht. Die Rolle wurde nur ins Drehbuch hineingeschrieben, um Douglas, der den Film (mit-)produziert hat, einen Schauplatz zu bieten. Alle anderen wichtigen Rollen waren bereits anderweitig besetzt. Zum Beispiel durch Val Kilmer, der den Ingenieur John Patterson verkörpert und den man dafür mit einer Nominierung für die Goldene Himbeere „belohnte“. Meiner Meinung nach hätte diese eher Douglas verdient gehabt; Kilmers schauspielerische Leistung fand ich dagegen gar nicht schlecht. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Die Kritiken waren eben teilweise sehr … naja, kritisch eben. Trotzdem gab’s immerhin einen Oscar für den besten Tonschnitt, was mich nicht weiter wundert, da ich den Soundtrack wie bereits erwähnt sehr mochte. Und was den Rest betrifft, so üben Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen schon allein aus diesem Grund eine gewisse Faszination auf mich aus.

Am Ende des Films wird einem übrigens der Hinweis gegeben, dass die beiden Menschenfresser (man hatte sie damals letztendlich doch noch erwischt) nun ausgestopft in einem Museum in Chicago zu bestaunen seien und dass einem bei ihrem Anblick heute noch angst und bange werden würde (oder so ähnlich). Nun ja, so ganz kann ich da nicht zustimmen. Die damaligen Tierpräparatoren schienen noch nicht allzu viel von ihrem Handwerk zu verstehen, denn so richtig echt wirken die Löwen nicht. (Einfach mal googeln!) Die Gesichter sind zu eingefallen, die Augen zu leblos und was noch erschwerend hinzukommt: Die echten Tsavo-Löwen – obwohl Männchen! – besaßen keine Mähnen. Im Film dichtete man kurzerhand welche hinzu, weil ... klar, Löwen ohne Mähnen machen als Bösewichte eben nicht viel her.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Bisschen schneller, Jim!

Mir war entfallen, wann ich "Der mit dem Wolf tanzt" zum ersten und bis dahin auch zum letzten Mal gesehen hatte, aber es musste wohl schon ein paar Jahre her gewesen sein, denn als ich nun doch beschloss, mir den Film ein zweites Mal vorzunehmen, fiel mir auf, dass mir einige Teile ein wenig anders in Erinnerung geblieben waren. Vielleicht hat in meinem Hirn eine Vermischung mit inhaltlich ähnlichen Filmen stattgefunden? Ich weiß es nicht. Eines weiß ich allerdings noch gut: dass mich schon damals die Szene mit der Bisonjagd sehr fasziniert hat (Drehort: Triple U Buffalo Ranch, South Dakota). Da die Bestände des Amerikanischen Bisons durch die unnötig starke Bejagung durch europäische Siedler damals bekanntlich stark zurückgegangen sind, sodass von den einst Millionen Tieren nicht mehr viele übrigblieben, reizen mich Aufnahmen von großen Herden, die donnernd über die Prärie galoppieren, ganz immens. 
Aber nicht nur diese Szene, sondern die gesamte originelle Idee und die Umsetzung des Films halte ich für sehr gelungen. Er wurde dafür ja auch mit einigen Oscars ausgezeichnet. Obwohl ich sagen muss, dass das für mich nicht immer ausschlaggebend ist. Im Gegenteil. Es gibt viele Filme mit Oscar, die ich gar nicht mag und wiederum viele ohne Oscar, die ich liebe. Ausnahmsweise ist dieser Film aber eben gut und mit Oscars versehen worden. ;-)

Aller Begeisterung zum Trotz möchte ich an dieser Stelle gern eine kleine Warnung aussprechen: Wer sich durch mein Lob animiert fühlen sollte, sich den Film zum ersten Mal anzusehen, dem sei zuvor gesagt, dass die wiederholten monotonen Aufforderungen des darin vorkommenden Handelsmanns an seine Maultiere einen tage-, wenn nicht sogar wochenlangen Ohrwurm auslösen können: "Bisschen schneller, Jim! Bisschen schneller, Jake! Bisschen schneller, Jim und Jake! He, da vorne! Schneller, ein bisschen ...!"