Der Witwer Friedrich Scherzer (Heinz Erhardt) geht voll und ganz in seinem Beruf als Schlossbibliothekar auf und kann sich deshalb nur bedingt um seinen Haushalt und seine fünf Töchter kümmern. Auch die älteste Tochter Karin (Susanne Cramer) ist berufstätig und kann die Rolle der fehlenden Mutter im Heim nur bedingt ausfüllen. Die Haushälterin ist überfordert und kündigt; die neuen Bewerberinnen türmen, sobald sie erfahren, wie viele Kinder sich im Haus befinden. Da die Dinge regelmäßig aus dem Ruder laufen, schaltet sich schließlich sogar das Jugendamt ein. Als Julchen (Elke Aberle), die jüngste Tochter, erkrankt, fühlt Nachbarin Frau Hansen (Lotte Rausch), eine Arztwitwe, sich in der Pflicht, das Kind wieder gesund zu pflegen und bringt bei der Gelegenheit auch weitere Dinge im Hause Scherzer wieder in Ordnung.
Nach der Scheidung von seiner Frau Miranda (Sally Field) und der damit verbundenen Trennung von seinen Kindern schlüpft Daniel (Robin Williams) in die Rolle einer älteren Dame, um unentdeckt als Haushälterin an ihrem Leben teilzuhaben.
Oberarzt Dr. Paul Fabian (Hans-Joachim Kulenkampff) ist gleichermaßen beliebt bei Patienten und Medizinstudenten. Er hat stets ein Lächeln und einen guten Witz parat und ist der Meinung, Lachen sei die beste Medizin. Als sein Golfpartner, Chefarzt Dr. Spalke (Martin Held), erneut in den Stand der Ehe tritt, soll Paul während der Flitterwochen auf dessen Stieftöchterchen (Ulrike Blome) aufpassen. Sie macht ihm allerdings auf ungehörige Art und Weise Avancen und er muss sie sich regelrecht vom Leib halten. Dr. Inge Vollmer (Maria Perschy) hat löblichere Absichten bei ihm: sie möchte ihn heiraten. Doch Dr. Fabian ist sich nicht sicher, ob er dafür gemacht ist.
Die zwei Versager Larry (Andrew McCarthy) und Richard (Jonathan Silverman) entdecken Ungereimtheiten bei den Abbuchungen der Firma ihres Chefs Bernie Lomax (Terry Kiser). Mit stolz geschwellter Brust weisen sie ihn auf die Fehler hin, woraufhin er sie aus "Dankbarkeit" zu einer Party in seinem Wochenendhaus am Strand einlädt. Als die beiden dort eintreffen, finden sie ihren Boss jedoch ermordet vor. Panik stellt sich ein. Ist der Killer noch in der Nähe? Schon bald treffen weitere Hausgäste ein und sie wollen nicht unter Verdacht fallen, selbst etwas mit der Sache zu tun zu haben. Also beschließen sie, vorzutäuschen, Bernie sei noch am Leben ...
Serie, Komödie, UK Laufzeit: 23 Episoden (je ca. 50 min) in 4 Staffeln
Originaltitel: Jeeves and Wooster
Bertie Wooster (Hugh Laurie), ein reicher junger Gentleman, der oft unfreiwilligermaßen in verfängliche Situationen gerät, findet in Jeeves (Stephen Fry) nicht nur einen neuen Butler, sondern auch einen Freund, der ihn mithilfe seiner klugen Einfälle aus jedem Dilemma zu retten vermag.
Nachdem Juliane (Liselotte Pulver) sich von ihrem Verlobten getrennt hat, sucht sie Abwechslung als Gehilfin in der Zahnarztpraxis ihres Onkels. Dort begegnet sie dem charmanten Arzt Jean (Paul Hubschmid) und seinem mürrischen Freund Paul (Bernhard Wicki), der den Spitznamen "Büffel" trägt. Juliane verguckt sich in Jean, was sie dazu inspiriert, ein Drehbuch für eine Liebesgeschichte zu verfassen. Als sie das Manuskript an eine Filmfirma schickt, findet diese Gefallen an dem Stoff und man lädt sie zu einem Treffen ein. Bei diesem muss Juliane allerdings feststellen, dass es sich bei dem Regisseur, der ihre Geschichte zu verfilmen gedenkt, ausgerechnet um "Büffel" handelt, der selbst im Drehbuch vorkommt, jedoch nicht gerade als Sympathieträger. Juliane behauptet daraufhin, alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen seien reiner Zufall. Aber das ist nicht die einzige Lüge, die sie sich einfallen lässt ...
[nach dem Theatherstück "Reporter" (engl: "The Front Page")]
Redakteur Walter (Cary Grant) will seine Ex-Frau Hildy (Rosalind Russell) zurückgewinnen, die ebenfalls bei seiner Zeitung arbeitet; allerdings kündigt sie ihren Job, um Bruce Baldwin (Ralph Bellamy) aus dem Versicherungswesen zu heiraten – und zwar schon morgen. Walter bietet den beiden einen Deal an: Er schließt eine Lebensversicherung bei Bruce ab, dafür soll Hildy, die eine sehr gute Reporterin ist, den in der Todeszelle sitzenden Earl Williams (John Qualen) interviewen. Der Plan geht auf. Hildy hält den geistesverwirrten Mann für unschuldig und beschließt, zunächst zu bleiben, um einen Artikel über ihn zu schreiben, damit der Fall neu beurteilt wird. Währenddessen lässt Walter sich weitere Dinge einfallen, um Hildys Abfahrt mit ihrem Verlobten zu verzögern. Er sorgt sogar dafür, dass der hochanständige Bruce im Gefängnis landet. Als Hildy erfährt, dass Walter dahintersteckt, will sie auf der Stelle abreisen, doch dann bekommt Williams eine Schusswaffe in die Hände ...
Durch einen dummen Zufall hält Taschendiebin Tilli (Eleonora Giorgi) den Ingenieur Guido Quiller (Adriano Celentano) für einen Berufskollegen. Er verbirgt seine wahre Identität, denn ihre Familie, die komplett aus Kleinkriminellen besteht, hasst ihn, wie er erfährt, abgrundtief. Schließlich hat er es ihnen durch sein neuartiges Sicherheitsglas unmöglich gemacht, in Schaufenster einzubrechen und dafür gesorgt, dass Tillis Opa in den Knast gewandert ist.
"Die kleinen Strolche" erzählt humorvolle Geschichten über die Abenteuer einer Gruppe von Kindern aus verschiedenen, aber oft ärmeren Gesellschaftsschichten, von ihren Träumen und Wünschen, ihren Streichen und Missgeschicken, von Rivalität und Freundschaft. Sie ist die erste Serie, in der Jungen und Mädchen sowie Schwarze und Weiße gleichberechtigt nebeneinander spielen durften. Zu den bekanntesten Figuren zählen Spanky (George McFarland) und Alfalfa (Carl Switzer). Weitere Kinderdarsteller waren: Darla Hood, Tommy Bond, Allen Hoskins, Matthew Beard, Jackie Cooper, Scotty Beckett ...
Ein Mörder (Marjoe Gortner) wird mit einem Passagierflugzeug transportiert. Als sein Begleiter einen Schwächeanfall erleidet, nutzt er die Gelegenheit, um Besitz von seiner Waffe zu ergreifen. Bald darauf gibt es Verletzte - unter ihnen der Kapitän (David Janssen). Nun liegt es am Co-Piloten (Christopher George) und dem technischen Assistenten (Don Meredith), den Straftäter unter Kontrolle zu bekommen und das Flugzeug sicher zu landen.
Der junge Tierarzt James Herriot (Christopher Timothy) tritt eine Stelle als Assistentsarzt in einer Landpraxis an. Sein neuer Chef Siegfried Farnon (Robert Hardy) ist fachlich ungeheuer kompetent, mit seinem cholerischen Charakter und seinen damit verbundenen Launen muss James jedoch erst umzugehen lernen. Auch Siegfrieds jüngerer Bruder Tristan (Peter Davison) möchte Tierarzt werden, jedoch fehlt ihm jeglicher Ehrgeiz, um die notwendige Prüfung zu bestehen.
Die Serie berichtet von den persönlichen Verwicklungen Herriots und der übrigen Charaktere, erzählt aber auch humorvoll allerlei Anekdoten über die Arbeit eines Landtierarztes.
Zwei bodenständige Herren, der Buchhalter Heinrich (bzw. Henry) Schmidt (Heinz Rühmann) und der Kassierer Charles Migue (Fernandel) werden auf eine dienstliche Reise geschickt; in der von ihnen beförderten Tasche befindet sich eine Menge Geld. Nachdem die Übergabe der wertvollen Fracht an ihren Chef scheitert und auch eine Reihe anderer Dinge nicht laufen wie geplant, wird ihnen bewusst, dass sie in illegale Machenschaften verwickelt wurden. Das allerdings wollen sie nicht auf sich sitzen lassen.
Zwei wohlhabende Brüder (Ronald Squire, Wilfrid Hyde-White) überreichen dem mittellosen Henry Adams (Gregory Peck) einen Umschlag mit einem Almosen. Als er ihn später öffnet, stellt er fest, dass es sich um eine 1-Million-Pfund-Note handelt. Da ihm niemand Wechselgeld herausgeben kann, lässt er überall nur anschreiben, was schließlich Zweifel darüber aufkommen lässt, ob er überhaupt im Besitz des wertvollen Scheins ist. Als dieser dann tatsächlich verschwunden ist, gerät Henry in große Schwierigkeiten.
[nach dem Theatherstück "Spider's Web" (Das Spinnennetz) von Agatha Christie]
Clarissa (Glynis Johns) entdeckt in ihrem Wohnzimmer eine Leiche. Dummerweise will ihr Ehemann Henry (John Justin) ausgerechnet an diesem Abend einen wichtigen Politiker empfangen. Als dann auch noch Töchterchen Pippa behauptet, sie habe den Mann umgebracht, beschließt die Hausherrin endgültig, dass der Tote verschwinden muss. Sie ruft einige Freunde hinzu, die ihr beim Fortschaffen der Leiche behilflich sein sollen.
Wer noch ein paar gute alte Filme für die Feiertage sucht, für den hätte ich hier einige Vorschläge parat. Zwar handelt es sich nicht um Weihnachtsfilme, sondern um Krimis, aber wer sagt, dass man sie nicht gut in der Weihnachtszeit anschauen kann? Gerade die Miss-Marple-Filme mit Margaret Rutherford werden ja liebend gern zum Jahresende hin ausgestrahlt, denn Rutherford ist schließlich die bekannteste Marple-Darstellerin aller Zeiten und als diese äußerst beliebt.
Ein paar Einblicke in "Vier Frauen und ein Mord" (1964):
Ich habe diese Miss Marple ausgesprochen gern, trotzdem bin ich gleichzeitig ein wenig enttäuscht, dass man eine andere Darstellerin, nämlich Angela Lansbury, nur ein einziges Mal für die Rolle der Hobby-Detektivin verpflichtet hat. In dem 105 Minuten langen Werk namens Mord im Spiegel (UK, 1980)vonGuy Hamiltonwimmelt es von namhaften Schauspielern wieElizabeth Taylor,Rock Hudson,Kim NovakundTony Curtis, die im Film wiederum eine Gruppe aus berühmten Hollywood-Persönlichkeiten mimt. Diese quartiert sich in Miss Marples Heimatort ein, um dort einen Film zu drehen. Natürlich sorgt das in dem öden Kaff für viel Wirbel. Und dann kommt es, wie es in einem Krimi kommen muss: Plötzlich ist jemand tot. Da es sich bei der Ermordeten aber um eine harmlose und unscheinbare junge Frau handelt und niemand ein Motiv hatte, diese aus dem Weg zu räumen, kommt sofort der berechtigte Verdacht auf, dass der vergiftete Drink eigentlich der gefeierten Schauspielerin Marina Rudd galt. Diese befindet sich somit in unmittelbarer Lebensgefahr und Miss Marple sieht sich gezwungen, zu ermitteln.
Während Margaret Rutherford vor allem für ihre Schrulligkeit geliebt wird, verpasst Angela Lansbury der Hobby-Detektivin ein wenig mehr Beschwingheit und einen ganz eigenen pfiffig selbstironischen Witz. Sie ist der von Agatha Christie erschaffenen Romanfigur wohl gar ein wenig näher als die Rutherfordsche Miss Marple, der die Krimiautorin zunächst überhaupt nichts abgewinnen konnte.
Obwohl Miss Marple durch Lansburys Performance mehr Leichtfüßigkeit verliehen wird, verletzt sie sich unglücklicherweise bereits am Anfang des Films den Knöchel und muss daraufhin das Haus hüten. Also schickt sie ihren Neffen, Inspektor Dermot Craddock (Edward Fox) los, um am Filmset herumzuschnüffeln - nicht ohne ihn witzelnd zu warnen, er solle aufpassen, dass ihn niemand mit Leslie Howard verwechsle.
Mit der Zeit scheiden hier und da Verdächtige aus, andere wiederum erscheinen mit der Zeit nur noch verdächtiger, und obgleich sie die meiste Zeit über mit Strickzeug auf dem Schoß im Sessel sitzt, ist es nicht überraschend, dass Miss Marple am Ende doch den schwierigen Fall knacken kann.
Trailer zu "Die unerwarteten Talente der Mrs. Pollifax" (1999):
Ebenfalls mehr als einen Fall lösen durfte William Powell, einer meiner absoluten Lieblingsdarsteller, in der Rolles des vom Schriftsteller S. S. Van Dine erschaffenen Detektiv Philo Vance. Wobei "durfte" vielleicht das falsche Wort ist, denn wie ich las, sah Powell wenig potenzial in der Rolle des Amateur-Schnüfflers, der doch den ganzen Tag lang nichts anderes tat, als dazustehen, um nachzudenken, dazusitzen, um nachzudenken oder dazuliegen, um nachzudenken, um durch sein vieles Nachdenken schließlich dem Täter auf die Spur zu kommen.
"The Kennel Murder Case" (1933), ganzer Film (Englisch):
Dem Film The Kennel Murder Case (USA, 1933)hat dies aber keinen Abbruch getan.Erst nach dem Anschauen bemerkte ich, dass es sich um den Teil einer ganzen Film-Reihe und außerdem um eine Literaturverfilmung handelt. Philo Vance war zu seiner Zeit sehr beliebt - sowohl in Roman- als auch in Radio- und eben in Film-Form. Da sich Powell aber schließlich weigerte, weiterhin einen so gedankenschweren Burschen zu spielen, wurde er fortan von einer ganzen Reihe weiterer Schauspieler verkörpert, darunter etwa Warren William, Paul Lukas und Basil Rathbone. Letzterer war auch in der Rolle des zu weitaus mehr Berühmtheit gelangten Detektivs Sherlock Holmes (USA, ab 1939) zu sehen.
"Jagd auf Spieldosen" (1946), ganzer Film (Deutsch), koloriert:
William Powell für seinen Teil schlüpfte nur kurz nach seiner Philo-Vance-Zeit ebenfalls in die Rolle eines weiteren Detektivs, nämlich in die des Nick Charles alias Der dünne Mann (USA, ab 1934), der gemeinsam mit seiner steinreichen und sarkastischen Ehefrau Nora (Myrna Loy) Fälle löst. Ich weiß nicht, warum diese Rolle Powell mehr zusagte als die vorige, ich vermute aber, dass es daran liegen könnte, dass die Krimi-Reihe um Nick Charles neben ernsten Elementen auch humorvolle Züge enthält, was der Hauptfigur mehr Charakter gibt und dem Ganzen mehr Leben einhaucht.
Hier ein englischer Trailer zu "The thin man (Der dünne Mann)", der sich in gewisser Weise einen Spaß aus der Tatsache macht, dass William Powell Philo Vance aufgibt, um in Nick Charles' Rolle zu schlüpfen:
Zu guter Letzt kann ich noch eine weitere Empfehlung machen. Denn wie das oft so ist: Recherchiert man zu einem Film, findet man mehr. Als ich Infos zum oben erwähnten Miss-Marple-Streifen und den darin vorkommenden Schauspielern suchte, stolperte ich über Noch Zimmer frei (USA, 1962)mit Kim Novak und Jack Lemmon in den Hauptrollen. Die Handlung: Der junge Diplomat William Gridley sucht eine Wohnung in London und quartiert sich schließlich als Untermieter bei einer hübschen Blondine ein. Als er erfährt, dass sie verdächtigt wird, ihren spurlos verschwundenen Ehemann ermordet zu haben, ist es bereits zu spät: er hat sich in sie verliebt. Jetzt ist nur die Frage: Hat sie es getan oder hat sie es nicht getan? Auch sein Chef, der amerikanische Botschafter (Fred Astaire) und ein Inspektor von Scotland Yard (Lionel Jeffries) sind interessiert an der Wahrheit und ermutigen Gridley zum Spionieren.
Zu Jack Lemmon gibt es in dieser Rolle nicht viel zu sagen: er ist wie in beinahe jeder Rolle ganz er selbst: ein Teil Herz, ein Teil Komik. Und das Ganze gespickt mit einer Prise Wahnsinn. Kim Novak spielt die Figur der geheimnisvollen Vermieterin glaubwürdig, da sie nicht viel durchblicken lässt. Fred Astaire tanzt, obwohl es ungewöhnlich erscheinen mag, in diesem Film keinen einzigen Schritt. Der Regisseur hat es sich jedoch nicht nehmen lassen, ihn mehrmals direkt auf die Kamera zulaufen zu lassen, damit sein berühmter Gang ebenso schön zur Geltung kommt wie der putzig verschnupfte britische Dialekt des Scotland-Yard-Inspektors.
Während der Film anfangs ruhig daherplätschert, nimmt er gerade zum Ende hin im wahrsten Sinne des Wortes Fahrt auf. Aber ich will nicht zu viel verraten. Schaut ihn euch gern selber an.
"The Notorious Landlady/Noch Zimmer frei" (1962), ganzer Film (Englisch):
Vielleicht habt ihr ja schon andere schöne alte Krimis auf eurer Watchlist? Dann hinterlasst mir gern einen Film-Tipp (rechts über das Kontaktformular). Ich würde mich freuen.
In jedem (Kriminal-)Fall wünsche ich schöne Feiertage! Macht es euch gemütlich, legt die Füße hoch, schaltet den Film eurer Wahl ein und denkt bloß nicht zu viel nach (weder im stehen, noch im sitzen, noch im liegen), außer natürlich, um den Fall zu knacken. :-D