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Freitag, 13. Juni 2025

Liebe wird wachsen (2003)

Liebesfilm/Western, USA
Laufzeit: 1 h 28 min
Originaltitel: Love Comes Softly
(Nach einer Geschichte von Janette Oke)

Marty (Katherine Heigl) und ihr Mann Aaron ziehen in den Westen, um dort ein neues Leben anzufangen, aber Aaron erleidet schon bald einen tödlichen Unfall und Marty steht plötzlich allein in der Welt. Der Witwer Clark Davis (Dale Midkiff) bietet ihr an, sie zu heiraten, damit sie im Winter ein Dach überm Kopf hat. Außerdem braucht seine Tochter eine Mutter. Er verspricht, sie könne ihn im Frühjahr verlassen und zurück in die Stadt reisen, wenn sie das wolle. Aus Verzweiflung nimmt Marty den Vorschlag an und muss von da an nicht nur mit ihrer Trauer zurechtkommen, sondern auch mit der harten Arbeit auf der Farm. Außerdem zeigt Clarks aufmüpfige Tochter Missie ihr bei jeder Gelegenheit, dass sie mit ihrer Anwesenheit nicht einverstanden ist.


Trailer (Deutsch):

Freitag, 29. November 2024

Westernkomödie: Zwei tolle Kerle in Texas (1966)

Originaltitel:
Texas Across the River

Produktionsland:
USA

Darsteller:

Dean Martin, Alain Delon, Joey Bishop, Tina Aumont, Rosemary Forsyth


Handlung:

Der spanische Edelmann Don Andrea Baldasar möchte eigentlich nur seine Auserwählte heiraten, doch da taucht ihr voriger Geliebter auf und will die Zeremonie verhindern. Während einer Auseinandersetzung der beiden Männer stirbt der Herausforderer und Don Andrea flieht, nicht ohne vorher einen Treffpunkt mit seiner Verlobten auszumachen: Texas. Ihm ist dabei nicht bewusst, wie groß das Land ist.

Ebenfalls auf dem Weg nach Texas ist Sam Hollis, der noch einen Dummen sucht, der bereit ist, mit ihm einen Waffentransport durchs Gebiet der Comanchen zu geleiten. Der unbedarfte Baldasar kommt ihm für diese Aufgabe gerade recht.


Trailer zum Film:


Film googeln >>>


Donnerstag, 17. November 2022

Westernkomödie: Vierzig Wagen westwärts (1965)

Originaltitel:
The Hallelujah Trail

Erschienen:
USA

Darsteller:

Handlung:
In der Bergwerksstadt Denver geht der Whiskey aus, was die Minenarbeiter in Aufruhr versetzt. Es wird Nachschub angefordert und vierzig Fuhrwagen voll bepackt mit Alkohol machen sich auf den Weg. Leider bekommt die Presse und somit die weitere Öffentlichkeit schnell Wind von der Sache. Bald sind nicht nur Indianer hinter der Fracht her, sondern auch eine Gruppe aus Antialkoholikerinnen, die versucht, den Treck vor seinem Zielort abzufangen. Dann streiken auch noch die irischen Fuhrleute. Kann die von Colonel Gearhart entsandte Kavallerie-Eskorte Schlimmeres verhindern?

Fun-Facts:
  • Regisseur John Sturges' Ziel war es, eine Westernkomödie zu drehen. Er war enttäuscht, als nach der ersten öffentlichen Aufführung 90 Prozent der Befragten angaben, sich nicht sicher zu sein, ob die enthaltene Komik bezweckt war oder nicht.
  • Angeblich hatte Doris Day Interesse an der Rolle, die schließlich an Lee Remick ging.
  • Burt Lancaster war durch das Verschulden seiner eigenen Produktionsfirma gezwungen, vier Filme für ein niedriges Honorar zu drehen; einer davon war "Vierzig Wagen westwärts".
  • Einige Kinos kürzten den recht langen Film (2 h 45 min), um mehr Tickets verkaufen zu können.
  • Burt Lancaster soll nicht gut mit seinen Schauspielkollegen Lee Remick und Brian Keith klargekommen sein.
  • Der Autor des Buches, das Grundlage für diesen Film war (Bill Gulick, "The Hallelujah Trail"), behauptete, seine Geschichte basiere auf wahren Begebenheiten.

Anmerkungen:
  • Stuntman Bill Williams starb während der Dreharbeiten. Gemeinsam mit einem Kollegen sollte er von einem Wagen springen, bevor dieser eine Klippe hinabstürzte. Williams gelang dieser Stunt nicht. Regisseur John Sturges wollte die entsprechende Szene aus dem Film herausschneiden lassen, doch seine Produzenten bestanden darauf, sie sowohl im Film als auch im Trailer zu belassen.
  • Der Film wird teilweise im Stil eines Spielfilms und teilweise im Stil einer Dokumentation präsentiert.
  • In der deutschen Fassung hat man zusätzlich zum eigentlichen Erzähler, der den Film regelmäßig unterbricht, um Informationen zum Verlauf der Geschichte zu geben, noch eine weitere Erzählstimme hinzugefügt, die immer wieder dumme Fragen stellt oder überflüssige Bemerkungen einwirft. Ich nehme an, man wollte den Film dadurch noch witziger gestalten. Für meinen persönlichen Geschmack hätte man diese zweite Erzählstimme gerne auch weglassen können.

Meine Meinung:
Obwohl die Kritik zu diesem Film teilweise verheerend ausfällt (er sei zu lang, zu albern, zu langweilig, falsch besetzt etc.), muss ich zugeben, dass ich ihn in meiner Kindheit nicht nur einmal gesehen und genossen habe. Allein die Musik und die Landschaftsaufnahmen sind es wert, zumindest einen Blick hineinzuwerfen. Für meine Familie und mich war auch der Humor der passende.

Der Soundtrack zum Film:

Ganzer Film (Deutsch):

Sonntag, 11. Juni 2017

Alle Frauen werden verhauen

Im Deutschen schreibt sich der Titel des Films "MacLintock", im Englischen "McLintock!". Wieso weiß man nicht. Es handelt sich um einen Western mit John Wayne, der von klassischen Wayne-Filmen insofern abweicht, als der gute John hier bereits ein paar Jährchen älter ist und eher Ranchoberhaupt und Familienpapa verkörpert denn einen berühmt-berüchtigten Revolverhelden. Leute verhauen kann er aber trotzdem noch ganz gut. Nur bei seiner Frau (dargestellt von Maureen O’Hara) dauert es lange, ja, sogar bis zum Ende der Geschichte, bis er sie endlich übers Knie legt. Auch das Fräulein Tochter wird vermöbelt - von einem Angestellten ihres Vaters, mit dem sie sich dann schließlich verlobt. Logisch! Ich würde einen Mann auch sofort heiraten wollen, wenn er mir nur ordentlich den Hintern versohlt. (Vorsicht, Ironie!) Aber naja, andere Zeiten eben.
Die Story soll Parallelen zu "Der Widerspenstigen Zähmung" aufweisen. (Ich kann das schlecht beurteilen, da ich weder Theaterstück, noch Film gesehen habe.)
Im Großen und Ganzen ist die Story recht albern aufbereitet (aber Westernkomödien dürfen das ja) - mit vielen Schlägereien und weiblichem Gezeter und männlichem Gehabe und einer großen Schlammschlacht irgendwo in der Mitte. (Hatte ein bisschen was von Tough Mudder und sah sehr spaßig aus.)
Außerdem gibt es da noch ein Saufgelage zwischen McLintock und seiner Köchin, die - obwohl sie sonst so frei heraus ist - hier einfach nicht Nein sagen kann. Meine Lieblingsszene, denke ich.

Insgesamt ein trotz allem recht harmloser und somit familientauglicher Film, an dem wohl auch die halbe Familie Wayne mitgewirkt hat. Zumindest sind Waynes Sohn Patrick und seine Tochter Aissa zu sehen. Außerdem hat sein älterer Sohn Michael den Film produziert.

Ganzer Film (Deutsch):

Mittwoch, 24. Mai 2017

Bisschen schneller, Jim!

Mir war entfallen, wann ich "Der mit dem Wolf tanzt" zum ersten und bis dahin auch zum letzten Mal gesehen hatte, aber es musste wohl schon ein paar Jahre her gewesen sein, denn als ich nun doch beschloss, mir den Film ein zweites Mal vorzunehmen, fiel mir auf, dass mir einige Teile ein wenig anders in Erinnerung geblieben waren. Vielleicht hat in meinem Hirn eine Vermischung mit inhaltlich ähnlichen Filmen stattgefunden? Ich weiß es nicht. Eines weiß ich allerdings noch gut: dass mich schon damals die Szene mit der Bisonjagd sehr fasziniert hat (Drehort: Triple U Buffalo Ranch, South Dakota). Da die Bestände des Amerikanischen Bisons durch die unnötig starke Bejagung durch europäische Siedler damals bekanntlich stark zurückgegangen sind, sodass von den einst Millionen Tieren nicht mehr viele übrigblieben, reizen mich Aufnahmen von großen Herden, die donnernd über die Prärie galoppieren, ganz immens. 
Aber nicht nur diese Szene, sondern die gesamte originelle Idee und die Umsetzung des Films halte ich für sehr gelungen. Er wurde dafür ja auch mit einigen Oscars ausgezeichnet. Obwohl ich sagen muss, dass das für mich nicht immer ausschlaggebend ist. Im Gegenteil. Es gibt viele Filme mit Oscar, die ich gar nicht mag und wiederum viele ohne Oscar, die ich liebe. Ausnahmsweise ist dieser Film aber eben gut und mit Oscars versehen worden. ;-)

Aller Begeisterung zum Trotz möchte ich an dieser Stelle gern eine kleine Warnung aussprechen: Wer sich durch mein Lob animiert fühlen sollte, sich den Film zum ersten Mal anzusehen, dem sei zuvor gesagt, dass die wiederholten monotonen Aufforderungen des darin vorkommenden Handelsmanns an seine Maultiere einen tage-, wenn nicht sogar wochenlangen Ohrwurm auslösen können: "Bisschen schneller, Jim! Bisschen schneller, Jake! Bisschen schneller, Jim und Jake! He, da vorne! Schneller, ein bisschen ...!"