Chefredakteur Warren Haggerty (Spencer Tracy) lässt seine Verlobte Gladys (Jean Harlow) wiederholt vor dem Traualtar warten, denn er hat alle Hände voll damit zu tun, dass seiner geliebten Zeitung eine Verleumdungsklage ins Haus steht. Die reiche Prominente Connie Allenbury (Myrna Loy) will nicht auf sich sitzen lassen, dass man sie in einem Artikel fälschlicherweise als Ehebrecherin bezichtigt hat.
Haggerty sucht Rat bei seinem früheren Kollegen Bill Chandler (William Powell), der schon einen Plan geschmiedet hat, um den Ruf der Millionenerbin zu schädigen und somit die Klage abzuwenden, aber dafür benötigen die beiden Herren die Mithilfe von Warrens wutschnaubenden Verlobten, die sich nur sehr widerwillig auf das perfide Spiel einlässt.
Jenny Swanson (Joan Blondell) kellnert an einem College-Campus, träumt aber davon, einmal nach Paris zu reisen, koste es, was es wolle. Um ihr Vorhaben zu verwirklichen, beschließt sie, einen wohlhabenden jungen Mann zu erpressen.
Als sie dem Englisch-Professor Ronald Brooke (Melvyn Douglas) ihren Plan anvertraut, ist dieser entsetzt und versucht, sie davon abzubringen. Jenny hat allerdings bereits ein Opfer auserkoren.
Die ursprünglich als Hauptdarstellerin für einen bedeutenden Bibel-Film eingeplante Hollywood-Legende lehnt die Rolle ab. Deshalb soll nun ein Nachwuchstalent an ihre Stelle treten. Aus PR-Gründen startet man ein weltweites Casting und lädt schließlich vier junge Darstellerinnen für Probeaufnahmen in den Filmstudios ein: die Italienerin Maria Antonelli (Elsa Martinelli), die Österreicherin Ina Schiller (Marianne Koch), die Französin Vicky Dauray (Gia Scala) sowie die einheimische Kathy Conway (Julie Adams). Neben der Herausforderung eine gute Figur in der Rolle der Esther zu machen, haben alle vier Damen noch ein zusätzliches Päckchen zu tragen. Hinter Marias selbstbewusst durchtriebener Art steckt in Wahrheit eine tiefe Sehnsucht nach Anerkennung, Ina möchte im Ausland die Trauer um ihren verstorbenen Ehemann vergessen, Vicky hat für die Chance, die begehrte Rolle zu ergattern, Mann und Kind daheim zurückgelassen und Kathy steht unterm Pantoffel ihrer Mutter.
Drei Stewardessen befinden sich auf dem Flug nach Paris. Die tollpatschige Quasselstrippe Carol Brewster (Pamela Tiffin) ist neu im Job und verguckt sich in einen Kollegen (Hugh O'Brien), der allerdings ein hoffnungsloser Frauenheld ist. Sie setzt sich zum Ziel, ihn zu bändigen. Nach anfänglicher Antipathie bändelt Donna Stuart (Dolores Hart) mit einem ihrer Fluggäste, Baron von Elzingen (Karlheinz Böhm), an. Der aber hütet ein unangenehmes Geheimnis. Die Dritte im Bunde, Hilda Bergstrom, genannt "Bergie" (Lois Nettleton), schließt Freundschaft mit einem liebenswürdigen Herrn (Karl Malden), der sich als verwitweter Millionär herausstellt. Da sie aber den Gedanken nicht ertragen kann, dass der Mann glaubt, sie habe es auf sein Geld abgesehen und sie außerdem nicht als Ersatz für seine verstorbene Ehefrau herhalten möchte, stehen auch dieser Verbindung einige Hindernisse im Wege.
Kenny (Melvyn Douglas) arbeitet beim Morddezernat und ist so beschäftigt mit der Aufklärung von Kriminalfällen, dass er die Hochzeit mit seiner Verlobten Maxine (Joan Blondell) zu ihrem Leidwesen immer wieder aufschiebt. Als er schließlich einen Inhaftierten überführen soll, den er für unschuldig hält, bittet er Maxine um ihre Mithilfe, um den wahren Mörder zu fassen.
[nach dem Theatherstück "Reporter" (engl: "The Front Page")]
Redakteur Walter (Cary Grant) will seine Ex-Frau Hildy (Rosalind Russell) zurückgewinnen, die ebenfalls bei seiner Zeitung arbeitet; allerdings kündigt sie ihren Job, um Bruce Baldwin (Ralph Bellamy) aus dem Versicherungswesen zu heiraten – und zwar schon morgen. Walter bietet den beiden einen Deal an: Er schließt eine Lebensversicherung bei Bruce ab, dafür soll Hildy, die eine sehr gute Reporterin ist, den in der Todeszelle sitzenden Earl Williams (John Qualen) interviewen. Der Plan geht auf. Hildy hält den geistesverwirrten Mann für unschuldig und beschließt, zunächst zu bleiben, um einen Artikel über ihn zu schreiben, damit der Fall neu beurteilt wird. Währenddessen lässt Walter sich weitere Dinge einfallen, um Hildys Abfahrt mit ihrem Verlobten zu verzögern. Er sorgt sogar dafür, dass der hochanständige Bruce im Gefängnis landet. Als Hildy erfährt, dass Walter dahintersteckt, will sie auf der Stelle abreisen, doch dann bekommt Williams eine Schusswaffe in die Hände ...
Privatdetektiv Guy Johnson (James Stewart) gerät in Schwierigkeiten, als sein Mandant unter Mordverdacht gerät. Als er versucht, ihn zu verstecken, wird er verhaftet, doch ihm gelingt die Flucht. Bald stolpert er über die abenteuerlustige Schriftstellerin Edwina Corday (Claudette Colbert), die er samt ihrem Wagen entführt. Zunächst hält sie ihn für einen Schwerverbrecher, doch als sie herausbekommt, dass er ein Detektiv ist und sich zum Ziel gesetzt hat, den wahren Mörder ausfindig zu machen, weicht sie ihm nicht mehr von der Seite, obwohl er sie eigentlich lieber loswerden will.
Als drei Damen gemeinsam in eine neue Wohnung in Budapest ziehen, tauschen sie sich über ihre Zukunftsträume aus. Die quirlige Martha (Janet Gaynor), die Krawatten aus einem Koffer verkauft und nebenbei die Versuchskaninchen eines Arztes (Don Ameche) füttert, wünscht sich einen lieben Ehemann und Kinder. Zunächst tritt sie jedoch einen Job als persönliche Assistentin eines exzentrischen Zauberkünstlers (Alan Mowbray) an. Die romantische Susie (Loretta Young), die sich Unabhängigkeit wünscht und auf eigenen Beinen stehen will, verliebt sich auf den ersten Blick in einen jungen Aristokraten (Tyrone Power). Und Yoli (Constance Bennett), die mehr an Geld als an Liebe interessiert ist, möchte sich reich verheiraten. Allerdings taucht eine alte, wenn auch in Wahrheit blutjunge, Damenbekanntschaft ihres Galans (Paul Lukas) auf und macht ihr Konkurrenz.
1953 kam das viel bekanntere Remake "Wie angelt man sich einen Millionär?" mit Lauren Bacall, Marilyn Monroe und Betty Grable in die Kinos, das von der Handlung dieses Films ein wenig abweicht, aber gleichermaßen charmant anzusehen ist.
Während des zweiten Weltkriegs herrscht in Washington D. C. Wohnungsmangel. Jamie Rowan (Katharine Hepburn) ist bereit, den Wissenschaftler Pat Jamieson (Spencer Tracy), der an der Entwicklung einer neuen Sauerstoffmaske arbeitet, bei sich aufzunehmen, aber nur, wenn er eine Vernunftehe mit ihr eingeht. Da auch Jamies Vater Wissenschaftler war, zeigt sie großes Interesse an der Arbeit ihres frisch angetrauten Ehemannes und hilft ihm beim Tüfteln. Während sie sich langsam besser kennenlernen, wird Jamie von einem anderen Mann umworben und auch eine alte Freundin von Pat taucht wieder auf.
Wer noch ein paar gute alte Filme für die Feiertage sucht, für den hätte ich hier einige Vorschläge parat. Zwar handelt es sich nicht um Weihnachtsfilme, sondern um Krimis, aber wer sagt, dass man sie nicht gut in der Weihnachtszeit anschauen kann? Gerade die Miss-Marple-Filme mit Margaret Rutherford werden ja liebend gern zum Jahresende hin ausgestrahlt, denn Rutherford ist schließlich die bekannteste Marple-Darstellerin aller Zeiten und als diese äußerst beliebt.
Ein paar Einblicke in "Vier Frauen und ein Mord" (1964):
Ich habe diese Miss Marple ausgesprochen gern, trotzdem bin ich gleichzeitig ein wenig enttäuscht, dass man eine andere Darstellerin, nämlich Angela Lansbury, nur ein einziges Mal für die Rolle der Hobby-Detektivin verpflichtet hat. In dem 105 Minuten langen Werk namens Mord im Spiegel (UK, 1980)vonGuy Hamiltonwimmelt es von namhaften Schauspielern wieElizabeth Taylor,Rock Hudson,Kim NovakundTony Curtis, die im Film wiederum eine Gruppe aus berühmten Hollywood-Persönlichkeiten mimt. Diese quartiert sich in Miss Marples Heimatort ein, um dort einen Film zu drehen. Natürlich sorgt das in dem öden Kaff für viel Wirbel. Und dann kommt es, wie es in einem Krimi kommen muss: Plötzlich ist jemand tot. Da es sich bei der Ermordeten aber um eine harmlose und unscheinbare junge Frau handelt und niemand ein Motiv hatte, diese aus dem Weg zu räumen, kommt sofort der berechtigte Verdacht auf, dass der vergiftete Drink eigentlich der gefeierten Schauspielerin Marina Rudd galt. Diese befindet sich somit in unmittelbarer Lebensgefahr und Miss Marple sieht sich gezwungen, zu ermitteln.
Während Margaret Rutherford vor allem für ihre Schrulligkeit geliebt wird, verpasst Angela Lansbury der Hobby-Detektivin ein wenig mehr Beschwingheit und einen ganz eigenen pfiffig selbstironischen Witz. Sie ist der von Agatha Christie erschaffenen Romanfigur wohl gar ein wenig näher als die Rutherfordsche Miss Marple, der die Krimiautorin zunächst überhaupt nichts abgewinnen konnte.
Obwohl Miss Marple durch Lansburys Performance mehr Leichtfüßigkeit verliehen wird, verletzt sie sich unglücklicherweise bereits am Anfang des Films den Knöchel und muss daraufhin das Haus hüten. Also schickt sie ihren Neffen, Inspektor Dermot Craddock (Edward Fox) los, um am Filmset herumzuschnüffeln - nicht ohne ihn witzelnd zu warnen, er solle aufpassen, dass ihn niemand mit Leslie Howard verwechsle.
Mit der Zeit scheiden hier und da Verdächtige aus, andere wiederum erscheinen mit der Zeit nur noch verdächtiger, und obgleich sie die meiste Zeit über mit Strickzeug auf dem Schoß im Sessel sitzt, ist es nicht überraschend, dass Miss Marple am Ende doch den schwierigen Fall knacken kann.
Trailer zu "Die unerwarteten Talente der Mrs. Pollifax" (1999):
Ebenfalls mehr als einen Fall lösen durfte William Powell, einer meiner absoluten Lieblingsdarsteller, in der Rolles des vom Schriftsteller S. S. Van Dine erschaffenen Detektiv Philo Vance. Wobei "durfte" vielleicht das falsche Wort ist, denn wie ich las, sah Powell wenig potenzial in der Rolle des Amateur-Schnüfflers, der doch den ganzen Tag lang nichts anderes tat, als dazustehen, um nachzudenken, dazusitzen, um nachzudenken oder dazuliegen, um nachzudenken, um durch sein vieles Nachdenken schließlich dem Täter auf die Spur zu kommen.
"The Kennel Murder Case" (1933), ganzer Film (Englisch):
Dem Film The Kennel Murder Case (USA, 1933)hat dies aber keinen Abbruch getan.Erst nach dem Anschauen bemerkte ich, dass es sich um den Teil einer ganzen Film-Reihe und außerdem um eine Literaturverfilmung handelt. Philo Vance war zu seiner Zeit sehr beliebt - sowohl in Roman- als auch in Radio- und eben in Film-Form. Da sich Powell aber schließlich weigerte, weiterhin einen so gedankenschweren Burschen zu spielen, wurde er fortan von einer ganzen Reihe weiterer Schauspieler verkörpert, darunter etwa Warren William, Paul Lukas und Basil Rathbone. Letzterer war auch in der Rolle des zu weitaus mehr Berühmtheit gelangten Detektivs Sherlock Holmes (USA, ab 1939) zu sehen.
"Jagd auf Spieldosen" (1946), ganzer Film (Deutsch), koloriert:
William Powell für seinen Teil schlüpfte nur kurz nach seiner Philo-Vance-Zeit ebenfalls in die Rolle eines weiteren Detektivs, nämlich in die des Nick Charles alias Der dünne Mann (USA, ab 1934), der gemeinsam mit seiner steinreichen und sarkastischen Ehefrau Nora (Myrna Loy) Fälle löst. Ich weiß nicht, warum diese Rolle Powell mehr zusagte als die vorige, ich vermute aber, dass es daran liegen könnte, dass die Krimi-Reihe um Nick Charles neben ernsten Elementen auch humorvolle Züge enthält, was der Hauptfigur mehr Charakter gibt und dem Ganzen mehr Leben einhaucht.
Hier ein englischer Trailer zu "The thin man (Der dünne Mann)", der sich in gewisser Weise einen Spaß aus der Tatsache macht, dass William Powell Philo Vance aufgibt, um in Nick Charles' Rolle zu schlüpfen:
Zu guter Letzt kann ich noch eine weitere Empfehlung machen. Denn wie das oft so ist: Recherchiert man zu einem Film, findet man mehr. Als ich Infos zum oben erwähnten Miss-Marple-Streifen und den darin vorkommenden Schauspielern suchte, stolperte ich über Noch Zimmer frei (USA, 1962)mit Kim Novak und Jack Lemmon in den Hauptrollen. Die Handlung: Der junge Diplomat William Gridley sucht eine Wohnung in London und quartiert sich schließlich als Untermieter bei einer hübschen Blondine ein. Als er erfährt, dass sie verdächtigt wird, ihren spurlos verschwundenen Ehemann ermordet zu haben, ist es bereits zu spät: er hat sich in sie verliebt. Jetzt ist nur die Frage: Hat sie es getan oder hat sie es nicht getan? Auch sein Chef, der amerikanische Botschafter (Fred Astaire) und ein Inspektor von Scotland Yard (Lionel Jeffries) sind interessiert an der Wahrheit und ermutigen Gridley zum Spionieren.
Zu Jack Lemmon gibt es in dieser Rolle nicht viel zu sagen: er ist wie in beinahe jeder Rolle ganz er selbst: ein Teil Herz, ein Teil Komik. Und das Ganze gespickt mit einer Prise Wahnsinn. Kim Novak spielt die Figur der geheimnisvollen Vermieterin glaubwürdig, da sie nicht viel durchblicken lässt. Fred Astaire tanzt, obwohl es ungewöhnlich erscheinen mag, in diesem Film keinen einzigen Schritt. Der Regisseur hat es sich jedoch nicht nehmen lassen, ihn mehrmals direkt auf die Kamera zulaufen zu lassen, damit sein berühmter Gang ebenso schön zur Geltung kommt wie der putzig verschnupfte britische Dialekt des Scotland-Yard-Inspektors.
Während der Film anfangs ruhig daherplätschert, nimmt er gerade zum Ende hin im wahrsten Sinne des Wortes Fahrt auf. Aber ich will nicht zu viel verraten. Schaut ihn euch gern selber an.
"The Notorious Landlady/Noch Zimmer frei" (1962), ganzer Film (Englisch):
Vielleicht habt ihr ja schon andere schöne alte Krimis auf eurer Watchlist? Dann hinterlasst mir gern einen Film-Tipp (rechts über das Kontaktformular). Ich würde mich freuen.
In jedem (Kriminal-)Fall wünsche ich schöne Feiertage! Macht es euch gemütlich, legt die Füße hoch, schaltet den Film eurer Wahl ein und denkt bloß nicht zu viel nach (weder im stehen, noch im sitzen, noch im liegen), außer natürlich, um den Fall zu knacken. :-D
Walter Williams wird von seiner Frau betrogen; sie stiftet ihren Liebhaber sogar dazu an, ihn umbringen. Allerdings kann der betrogene Ehemann sich retten und stattdessen kommt der Liebhaber durch einen Unfall um. Walter taucht in einem kleinen Städtchen unter und erfährt aus der Zeitung, dass man ihn für den Toten hält und seine Frau des Mordkomplotts angeklagt und zur Todesstrafe verurteilt wird. Aus Rache möchte er über die Verwechslung am liebsten Stillschweigen bewahren, lässt sich aber von seiner neuen Arbeitgeberin überzeugen, heimzureisen, um seine Frau zu retten. Zum Dank bezichtigt diese ihn daraufhin, ihren Liebhaber ermordet zu haben. Nun steht ein Wort gegen das andere und Walter muss einen Weg finden, seine Unschuld zu beweisen.
(Fun) Facts:
Der Film spielt im fiktiven Ort Larkspur, Idaho. Gedreht wurde er im gleichnamigen (real existenten) Ort Larkspur, Kalifornien.
Der von Walter gefahrene Wagen ist ein gelber Packard Victoria Eight aus dem Jahr 1948, das luxuriöseste und teuerste Cabriolet seiner Zeit.
Ein schüchterner Professor erbt eine größere Summe Geld und zieht los, um seinem langweiligen Leben zu entkommen. Er beschließt, ein Musical zu produzieren, das so schlecht ist, dass es schon wieder gut ist.
(Fun) Facts:
Die im Film geerbte Summe von 750.000 Dollar würde heute etwa einem Wert von 17 Mio. Dollar entsprechen.
Das Lied "Singin' in the rain" wird im Film als populär dargestellt, obwohl es zu diesem Zeitpunkt in Wahrheit noch relativ unbekannt war.
Für diesen Film wurde nie ein Urheberrecht eingetragen; er ist somit gemeinfrei.