Kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs: Agnes Conway (Claire Skinner) arbeitet im Süßwarengeschäft ihres Vaters. Im Gegensatz zum Rest der Familie schafft sie es dank ihrer selbstbewussten Art, ihm die Stirn zu bieten. Gegen seinen Willen verhilft sie ihrer jüngeren Schwester Jessie (Michelle Charles) zur Heirat mit dem armen, aber gutherzigen Robbie (Daniel Casey). Auch sie selbst findet einen Mann: Charles Farrier (Edward Atterton). Doch ihre niedere Stellung erscheint seinen Eltern nicht angemessen, sodass sie sich weigern, sie in der Familie willkommen zu heißen. Seine Geschwister hingegen nehmen sie freundlich auf. Besonders sein älterer Bruder Reginald (Julian Wadham), der heimlich ebenfalls Gefühle für Agnes entwickelt.
Weil er um sein Leben fürchtet, lädt der reiche Simon Lee (Vernon Dobtcheff) den berühmten Detektiv Hercule Poirot (David Suchet) in sein Haus ein, in dem sich für das Weihnachtfest seine ganze Familie versammelt hat. Bevor Poirot jedoch Genaueres herausfinden kann, wird der alte Mann in seinem Zimmer ermordet – hinter verschlossenen Türen allerdings. Nachdem man diese aufbricht, ist außer dem Toten niemand im Zimmer. Nicht nur deshalb ist der Fall verzwickt, sondern auch, weil es beinahe so viele Verdächtige wie Anwesende gibt.
Nach der Scheidung von seiner Frau Miranda (Sally Field) und der damit verbundenen Trennung von seinen Kindern schlüpft Daniel (Robin Williams) in die Rolle einer älteren Dame, um unentdeckt als Haushälterin an ihrem Leben teilzuhaben.
Drei Stewardessen befinden sich auf dem Flug nach Paris. Die tollpatschige Quasselstrippe Carol Brewster (Pamela Tiffin) ist neu im Job und verguckt sich in einen Kollegen (Hugh O'Brien), der allerdings ein hoffnungsloser Frauenheld ist. Sie setzt sich zum Ziel, ihn zu bändigen. Nach anfänglicher Antipathie bändelt Donna Stuart (Dolores Hart) mit einem ihrer Fluggäste, Baron von Elzingen (Karlheinz Böhm), an. Der aber hütet ein unangenehmes Geheimnis. Die Dritte im Bunde, Hilda Bergstrom, genannt "Bergie" (Lois Nettleton), schließt Freundschaft mit einem liebenswürdigen Herrn (Karl Malden), der sich als verwitweter Millionär herausstellt. Da sie aber den Gedanken nicht ertragen kann, dass der Mann glaubt, sie habe es auf sein Geld abgesehen und sie außerdem nicht als Ersatz für seine verstorbene Ehefrau herhalten möchte, stehen auch dieser Verbindung einige Hindernisse im Wege.
Serie, Komödie, UK Laufzeit: 23 Episoden (je ca. 50 min) in 4 Staffeln
Originaltitel: Jeeves and Wooster
Bertie Wooster (Hugh Laurie), ein reicher junger Gentleman, der oft unfreiwilligermaßen in verfängliche Situationen gerät, findet in Jeeves (Stephen Fry) nicht nur einen neuen Butler, sondern auch einen Freund, der ihn mithilfe seiner klugen Einfälle aus jedem Dilemma zu retten vermag.
Die älteren Damen im englischen Städtchen Cranford sind liebenswürdig, aber sie neigen auch zum Tratschen. Jede Neuigkeit und jedes Geheimnis verbreitet sich wie ein Lauffeuer, egal, ob es um die Ankunft eines neuen jungen Arztes, um Liebesdinge oder um den geplanten Bau der Eisenbahn geht.
Nachdem Juliane (Liselotte Pulver) sich von ihrem Verlobten getrennt hat, sucht sie Abwechslung als Gehilfin in der Zahnarztpraxis ihres Onkels. Dort begegnet sie dem charmanten Arzt Jean (Paul Hubschmid) und seinem mürrischen Freund Paul (Bernhard Wicki), der den Spitznamen "Büffel" trägt. Juliane verguckt sich in Jean, was sie dazu inspiriert, ein Drehbuch für eine Liebesgeschichte zu verfassen. Als sie das Manuskript an eine Filmfirma schickt, findet diese Gefallen an dem Stoff und man lädt sie zu einem Treffen ein. Bei diesem muss Juliane allerdings feststellen, dass es sich bei dem Regisseur, der ihre Geschichte zu verfilmen gedenkt, ausgerechnet um "Büffel" handelt, der selbst im Drehbuch vorkommt, jedoch nicht gerade als Sympathieträger. Juliane behauptet daraufhin, alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen seien reiner Zufall. Aber das ist nicht die einzige Lüge, die sie sich einfallen lässt ...
[nach dem Theatherstück "Reporter" (engl: "The Front Page")]
Redakteur Walter (Cary Grant) will seine Ex-Frau Hildy (Rosalind Russell) zurückgewinnen, die ebenfalls bei seiner Zeitung arbeitet; allerdings kündigt sie ihren Job, um Bruce Baldwin (Ralph Bellamy) aus dem Versicherungswesen zu heiraten – und zwar schon morgen. Walter bietet den beiden einen Deal an: Er schließt eine Lebensversicherung bei Bruce ab, dafür soll Hildy, die eine sehr gute Reporterin ist, den in der Todeszelle sitzenden Earl Williams (John Qualen) interviewen. Der Plan geht auf. Hildy hält den geistesverwirrten Mann für unschuldig und beschließt, zunächst zu bleiben, um einen Artikel über ihn zu schreiben, damit der Fall neu beurteilt wird. Währenddessen lässt Walter sich weitere Dinge einfallen, um Hildys Abfahrt mit ihrem Verlobten zu verzögern. Er sorgt sogar dafür, dass der hochanständige Bruce im Gefängnis landet. Als Hildy erfährt, dass Walter dahintersteckt, will sie auf der Stelle abreisen, doch dann bekommt Williams eine Schusswaffe in die Hände ...
Marty (Katherine Heigl) und ihr Mann Aaron ziehen in den Westen, um dort ein neues Leben anzufangen, aber Aaron erleidet schon bald einen tödlichen Unfall und Marty steht plötzlich allein in der Welt. Der Witwer Clark Davis (Dale Midkiff) bietet ihr an, sie zu heiraten, damit sie im Winter ein Dach überm Kopf hat. Außerdem braucht seine Tochter eine Mutter. Er verspricht, sie könne ihn im Frühjahr verlassen und zurück in die Stadt reisen, wenn sie das wolle. Aus Verzweiflung nimmt Marty den Vorschlag an und muss von da an nicht nur mit ihrer Trauer zurechtkommen, sondern auch mit der harten Arbeit auf der Farm. Außerdem zeigt Clarks aufmüpfige Tochter Missie ihr bei jeder Gelegenheit, dass sie mit ihrer Anwesenheit nicht einverstanden ist.
Kasimir Blaumilch (Bomba Tzur) bricht aus einer Irrenanstalt aus, ergreift Besitz von einem Presslufthammer und beginnt, die Asphaltdecke einer gut befahrenen Straße aufzureißen. Die Polizei versucht, das entstehende Verkehrschaos in den Griff zu bekommen und stellt Straßensperren auf. Da der Lärm des Hammers auch nachts zu hören ist, beginnen die Anwohner, sich zu beschweren. Man forscht im Rathaus nach, wer die Bauarbeiten in Auftrag gegeben hat, doch der Zuständige weiß von nichts. Auch alle übrigen Behörden weisen jede Verantwortung von sich. Am Ende bringt man die Sache vor Gericht. Derweilen hat Blaumilch mit dem Pressluftgerät das Meer erreicht und flutet die Straßen Tel Avivs ...
Drehbuch und Regie: Ephraim Kishon, der "Meister der Satire"
Der alleinstehende Oscar (Walter Matthau) nimmt seinen frisch geschiedenen und selbstmordgefährdeten Freund Felix (Jack Lemmon) bei sich auf. Zunächst verstehen sie sich prächtig, doch während Oscar unordentlich ist, hat Felix einen Sauberkeitsfimmel. Der unterschiedliche Lebenswandel der beiden sorgt schon bald dafür, dass sie sich gegenseitig gehörig auf die Nerven gehen.
Der junge Tierarzt James Herriot (Christopher Timothy) tritt eine Stelle als Assistentsarzt in einer Landpraxis an. Sein neuer Chef Siegfried Farnon (Robert Hardy) ist fachlich ungeheuer kompetent, mit seinem cholerischen Charakter und seinen damit verbundenen Launen muss James jedoch erst umzugehen lernen. Auch Siegfrieds jüngerer Bruder Tristan (Peter Davison) möchte Tierarzt werden, jedoch fehlt ihm jeglicher Ehrgeiz, um die notwendige Prüfung zu bestehen.
Die Serie berichtet von den persönlichen Verwicklungen Herriots und der übrigen Charaktere, erzählt aber auch humorvoll allerlei Anekdoten über die Arbeit eines Landtierarztes.
Edith Adelon (Cari Shayne) lebt als Gefährtin und Vertraute von Tochter Amy (Brigitta Dau) im Hause der wohlhabenden Familie Hamilton. Obwohl sie nur eine Angestellte ist, wird sie geschätzt und beinahe wie eine zweite Tochter behandelt. Doch ihr glückliches Leben gerät in Gefahr, als Ida Glenshaw (Brigid Brannagh), eine Verwandte, anreist. Lady Hamilton möchte gern einen geeigneten Ehemann für sie finden, aber die beiden in Frage kommenden adligen Junggesellen haben nur Augen für Edith. Die eifersüchtige und intrigante Ida erinnert sie daran, dass sie einer niederen Klasse angehört und versucht mit allen Mitteln, sie aus dem Hause der Hamiltons zu vertreiben.
Der junge Arzt Richard Hare (Michael Craig) muss krank das Bett hüten und verliebt sich in eine der Krankenschwestern, doch die lässt ihn sitzen. Dafür empfiehlt Chefarzt Lancelot Spratt (James Robertson Justice) ihn an einen Kollegen weiter, der ihm eine Anstellung in seiner Landpraxis bietet. Bis Richard den neuen Job antreten kann, will er sich zusammen mit seinem Freund Tony (Leslie Phillips) als Testperson für ein Grippeforschungsinstitut zur Verfügung stellen, doch weil dieser nur Frauen und Vergnügen im Kopf hat, endet das im Desaster.
[Nach einem Roman von Richard Gordon, der auch am Drehbuch mitwirkte]
Der junge Arzt Herbert Sperling [im Original Simon Sparrow] (Dirk Bogarde) will der zudringlichen Tochter seines Chefs entkommen und heuert deshalb als Schiffsarzt auf der Lotus an, die sich auf den Weg nach Südamerika macht. Das Schiff beherbergt keine Passagiere und somit auch keine Frauen, was ihm ermöglicht, sich voll und ganz auf seine Arbeit zu konzentrieren. Für die Rückreise jedoch sieht der brummelige Kapitän Hogg (James Robertson Justice), ein ausgesprochener Frauenfeind, sich gezwungen, zwei Damen an Bord aufzunehmen. Zum einen Muriel Mallet (Brenda de Banzie), die Tochter des Präsidenten der Schifffahrtslinie, außerdem die entzückende Tänzerin Helen Colbert (Brigitte Bardot). Während Dr. Sperling ein Auge auf die jüngere Dame wirft, setzt sich die ältere ausgerechnet in den Kopf, den bärbeißigen Kapitän für sich zu gewinnen.
[nach dem gleichnamigen Roman von Agatha Christie]
"Warum haben sie nicht Evans gefragt?" sind die letzten Worte eines sterbenden Mannes, den Bobby Jones (James Warwick) auf der Suche nach seinem Golfball am Fuße einer Klippe findet. Offenbar ist er den Steilhang hinabgestürzt. Oder hat ihn jemand hinabgestoßen? Denn als kurz nach diesem Ereignis ein Giftanschlag auf Bobby verübt wird, kommt er ins Grübeln darüber, ob die wirren Worte des Sterbenden nicht vielleicht doch eine tiefere Bedeutung hatten. Gemeinsam mit einer alten Bekannten, Lady Frances Derwant (Francesca Annis), begibt er sich auf eine nicht ungefährliche Spurensuche.
[nach dem Theatherstück "Spider's Web" (Das Spinnennetz) von Agatha Christie]
Clarissa (Glynis Johns) entdeckt in ihrem Wohnzimmer eine Leiche. Dummerweise will ihr Ehemann Henry (John Justin) ausgerechnet an diesem Abend einen wichtigen Politiker empfangen. Als dann auch noch Töchterchen Pippa behauptet, sie habe den Mann umgebracht, beschließt die Hausherrin endgültig, dass der Tote verschwinden muss. Sie ruft einige Freunde hinzu, die ihr beim Fortschaffen der Leiche behilflich sein sollen.
Wer noch ein paar gute alte Filme für die Feiertage sucht, für den hätte ich hier einige Vorschläge parat. Zwar handelt es sich nicht um Weihnachtsfilme, sondern um Krimis, aber wer sagt, dass man sie nicht gut in der Weihnachtszeit anschauen kann? Gerade die Miss-Marple-Filme mit Margaret Rutherford werden ja liebend gern zum Jahresende hin ausgestrahlt, denn Rutherford ist schließlich die bekannteste Marple-Darstellerin aller Zeiten und als diese äußerst beliebt.
Ein paar Einblicke in "Vier Frauen und ein Mord" (1964):
Ich habe diese Miss Marple ausgesprochen gern, trotzdem bin ich gleichzeitig ein wenig enttäuscht, dass man eine andere Darstellerin, nämlich Angela Lansbury, nur ein einziges Mal für die Rolle der Hobby-Detektivin verpflichtet hat. In dem 105 Minuten langen Werk namens Mord im Spiegel (UK, 1980)vonGuy Hamiltonwimmelt es von namhaften Schauspielern wieElizabeth Taylor,Rock Hudson,Kim NovakundTony Curtis, die im Film wiederum eine Gruppe aus berühmten Hollywood-Persönlichkeiten mimt. Diese quartiert sich in Miss Marples Heimatort ein, um dort einen Film zu drehen. Natürlich sorgt das in dem öden Kaff für viel Wirbel. Und dann kommt es, wie es in einem Krimi kommen muss: Plötzlich ist jemand tot. Da es sich bei der Ermordeten aber um eine harmlose und unscheinbare junge Frau handelt und niemand ein Motiv hatte, diese aus dem Weg zu räumen, kommt sofort der berechtigte Verdacht auf, dass der vergiftete Drink eigentlich der gefeierten Schauspielerin Marina Rudd galt. Diese befindet sich somit in unmittelbarer Lebensgefahr und Miss Marple sieht sich gezwungen, zu ermitteln.
Während Margaret Rutherford vor allem für ihre Schrulligkeit geliebt wird, verpasst Angela Lansbury der Hobby-Detektivin ein wenig mehr Beschwingheit und einen ganz eigenen pfiffig selbstironischen Witz. Sie ist der von Agatha Christie erschaffenen Romanfigur wohl gar ein wenig näher als die Rutherfordsche Miss Marple, der die Krimiautorin zunächst überhaupt nichts abgewinnen konnte.
Obwohl Miss Marple durch Lansburys Performance mehr Leichtfüßigkeit verliehen wird, verletzt sie sich unglücklicherweise bereits am Anfang des Films den Knöchel und muss daraufhin das Haus hüten. Also schickt sie ihren Neffen, Inspektor Dermot Craddock (Edward Fox) los, um am Filmset herumzuschnüffeln - nicht ohne ihn witzelnd zu warnen, er solle aufpassen, dass ihn niemand mit Leslie Howard verwechsle.
Mit der Zeit scheiden hier und da Verdächtige aus, andere wiederum erscheinen mit der Zeit nur noch verdächtiger, und obgleich sie die meiste Zeit über mit Strickzeug auf dem Schoß im Sessel sitzt, ist es nicht überraschend, dass Miss Marple am Ende doch den schwierigen Fall knacken kann.
Trailer zu "Die unerwarteten Talente der Mrs. Pollifax" (1999):
Ebenfalls mehr als einen Fall lösen durfte William Powell, einer meiner absoluten Lieblingsdarsteller, in der Rolles des vom Schriftsteller S. S. Van Dine erschaffenen Detektiv Philo Vance. Wobei "durfte" vielleicht das falsche Wort ist, denn wie ich las, sah Powell wenig potenzial in der Rolle des Amateur-Schnüfflers, der doch den ganzen Tag lang nichts anderes tat, als dazustehen, um nachzudenken, dazusitzen, um nachzudenken oder dazuliegen, um nachzudenken, um durch sein vieles Nachdenken schließlich dem Täter auf die Spur zu kommen.
"The Kennel Murder Case" (1933), ganzer Film (Englisch):
Dem Film The Kennel Murder Case (USA, 1933)hat dies aber keinen Abbruch getan.Erst nach dem Anschauen bemerkte ich, dass es sich um den Teil einer ganzen Film-Reihe und außerdem um eine Literaturverfilmung handelt. Philo Vance war zu seiner Zeit sehr beliebt - sowohl in Roman- als auch in Radio- und eben in Film-Form. Da sich Powell aber schließlich weigerte, weiterhin einen so gedankenschweren Burschen zu spielen, wurde er fortan von einer ganzen Reihe weiterer Schauspieler verkörpert, darunter etwa Warren William, Paul Lukas und Basil Rathbone. Letzterer war auch in der Rolle des zu weitaus mehr Berühmtheit gelangten Detektivs Sherlock Holmes (USA, ab 1939) zu sehen.
"Jagd auf Spieldosen" (1946), ganzer Film (Deutsch), koloriert:
William Powell für seinen Teil schlüpfte nur kurz nach seiner Philo-Vance-Zeit ebenfalls in die Rolle eines weiteren Detektivs, nämlich in die des Nick Charles alias Der dünne Mann (USA, ab 1934), der gemeinsam mit seiner steinreichen und sarkastischen Ehefrau Nora (Myrna Loy) Fälle löst. Ich weiß nicht, warum diese Rolle Powell mehr zusagte als die vorige, ich vermute aber, dass es daran liegen könnte, dass die Krimi-Reihe um Nick Charles neben ernsten Elementen auch humorvolle Züge enthält, was der Hauptfigur mehr Charakter gibt und dem Ganzen mehr Leben einhaucht.
Hier ein englischer Trailer zu "The thin man (Der dünne Mann)", der sich in gewisser Weise einen Spaß aus der Tatsache macht, dass William Powell Philo Vance aufgibt, um in Nick Charles' Rolle zu schlüpfen:
Zu guter Letzt kann ich noch eine weitere Empfehlung machen. Denn wie das oft so ist: Recherchiert man zu einem Film, findet man mehr. Als ich Infos zum oben erwähnten Miss-Marple-Streifen und den darin vorkommenden Schauspielern suchte, stolperte ich über Noch Zimmer frei (USA, 1962)mit Kim Novak und Jack Lemmon in den Hauptrollen. Die Handlung: Der junge Diplomat William Gridley sucht eine Wohnung in London und quartiert sich schließlich als Untermieter bei einer hübschen Blondine ein. Als er erfährt, dass sie verdächtigt wird, ihren spurlos verschwundenen Ehemann ermordet zu haben, ist es bereits zu spät: er hat sich in sie verliebt. Jetzt ist nur die Frage: Hat sie es getan oder hat sie es nicht getan? Auch sein Chef, der amerikanische Botschafter (Fred Astaire) und ein Inspektor von Scotland Yard (Lionel Jeffries) sind interessiert an der Wahrheit und ermutigen Gridley zum Spionieren.
Zu Jack Lemmon gibt es in dieser Rolle nicht viel zu sagen: er ist wie in beinahe jeder Rolle ganz er selbst: ein Teil Herz, ein Teil Komik. Und das Ganze gespickt mit einer Prise Wahnsinn. Kim Novak spielt die Figur der geheimnisvollen Vermieterin glaubwürdig, da sie nicht viel durchblicken lässt. Fred Astaire tanzt, obwohl es ungewöhnlich erscheinen mag, in diesem Film keinen einzigen Schritt. Der Regisseur hat es sich jedoch nicht nehmen lassen, ihn mehrmals direkt auf die Kamera zulaufen zu lassen, damit sein berühmter Gang ebenso schön zur Geltung kommt wie der putzig verschnupfte britische Dialekt des Scotland-Yard-Inspektors.
Während der Film anfangs ruhig daherplätschert, nimmt er gerade zum Ende hin im wahrsten Sinne des Wortes Fahrt auf. Aber ich will nicht zu viel verraten. Schaut ihn euch gern selber an.
"The Notorious Landlady/Noch Zimmer frei" (1962), ganzer Film (Englisch):
Vielleicht habt ihr ja schon andere schöne alte Krimis auf eurer Watchlist? Dann hinterlasst mir gern einen Film-Tipp (rechts über das Kontaktformular). Ich würde mich freuen.
In jedem (Kriminal-)Fall wünsche ich schöne Feiertage! Macht es euch gemütlich, legt die Füße hoch, schaltet den Film eurer Wahl ein und denkt bloß nicht zu viel nach (weder im stehen, noch im sitzen, noch im liegen), außer natürlich, um den Fall zu knacken. :-D